ROI-Rechner: Investition und Rendite direkt analysieren
Bewerten Sie die Rentabilität Ihrer Investitionen: ROI, Amortisationszeit & Gewinnanalyse in Sekunden
Mit unserem kostenlosen ROI Rechner (Return on Investment) bewerten Sie schnell und präzise die Rentabilität Ihrer Investitionen. Der ROI zeigt Ihnen das Verhältnis zwischen Gewinn und eingesetztem Kapital und hilft bei wichtigen Geschäftsentscheidungen. Ob für Marketingkampagnen, Immobilien, Aktien oder Unternehmensinvestitionen – unser ROI-Rechner liefert Ihnen alle wichtigen Kennzahlen für eine fundierte Investitionsbewertung.
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Detaillierte ROI-Analyse
Was ist der ROI (Return on Investment)?
Der Return on Investment (ROI) misst wie viel Gewinn eine Investition im Verhältnis zum eingesetzten Kapital erzeugt. Er ist die universellste Renditekennzahl der Betriebswirtschaft — anwendbar auf Marketingkampagnen, Immobilien, Aktien, Maschinen, Software und ganze Unternehmen.
📐 Die Formeln — alle Varianten
Basis-ROI: ROI (%) = (Gewinn ÷ Investition) × 100
Erweitert: ROI (%) = (Endwert − Anfangswert) ÷ Anfangswert × 100
Annualisiert (mehrjährig): ROI p.a. = (1 + ROI/100)^(1/Jahre) − 1 × 100
Wichtig: Einfache Division durch Jahre ist falsch bei mehrjährigen Investitionen — siehe Abschnitt unten.
Rechenbeispiele nach Investitionstyp
Beispiel 1: Google Ads Kampagne
Budget: 5.000 € | Generierter Umsatz: 18.000 € | Warenkosten (COGS): 9.000 €
Gewinn = Umsatz − COGS − Kampagnenkosten = 18.000 − 9.000 − 5.000 = 4.000 €
ROI = (4.000 ÷ 5.000) × 100 = 80 % | ROAS = 18.000 ÷ 5.000 = 3,6×
Hinweis: ROAS berücksichtigt KEINE Warenkosten — deshalb ist ROI aussagekräftiger als ROAS (siehe unten).
Beispiel 2: Immobilienkauf zur Vermietung
Kaufpreis: 300.000 € | Kaufnebenkosten: 24.000 € | Gesamt: 324.000 €
Jahresmiete: 14.400 € | Laufende Kosten: 3.600 € | Netto-Mieteinnahmen: 10.800 €
Wertsteigerung p.a. (angenommen): 2 % × 300.000 € = 6.000 €
ROI = (10.800 + 6.000) ÷ 324.000 × 100 = 5,2 % p.a.
Beispiel 3: Maschineninvestition (Produktion)
Maschinenpreis: 80.000 € | Jährliche Kosteneinsparung: 22.000 € | Laufzeit: 5 Jahre
Gesamtgewinn: 22.000 × 5 = 110.000 € | ROI gesamt: (30.000 ÷ 80.000) × 100 = 37,5 %
Jährlicher ROI (annualisiert, korrekt): (1 + 0,375)^(1/5) − 1 = 6,6 % p.a.
Einfache Teilung (falsch): 37,5 % ÷ 5 = 7,5 % — überschätzt die jährliche Rendite!
Der häufigste ROI-Rechenfehler: Annualisierung
Wer einen 5-Jahres-ROI von 60 % durch 5 teilt und „12 % p.a.“ sagt, macht einen mathematischen Fehler. Die korrekte Annualisierung nutzt den geometrischen Mittelwert:
| Investition | ROI gesamt | Jahre | Falsch (÷ Jahre) | Richtig (annualisiert) |
|---|---|---|---|---|
| Startup-Beteiligung | 100 % | 4 | 25,0 % p.a. | 18,9 % p.a. |
| Immobilie | 60 % | 5 | 12,0 % p.a. | 9,9 % p.a. |
| ETF-Portfolio | 80 % | 7 | 11,4 % p.a. | 8,8 % p.a. |
| PV-Anlage | 120 % | 10 | 12,0 % p.a. | 8,3 % p.a. |
⚠️ Warum die einfache Teilung falsch ist
Bei der Zinseszinslogik wächst eine Investition jedes Jahr auf dem Vorjahreswert — nicht auf dem Ursprungswert. 100 % in 4 Jahren bedeutet Verdopplung des Kapitals. Wer das verdoppelte Kapital auf 4 Jahre verteilt rechnet: 1 + 1 = 2 → (2)^(1/4) − 1 = 18,9 %. Nicht 100 ÷ 4 = 25 %. Formel: Jährlicher ROI = ((1 + ROI gesamt/100)^(1/n) − 1) × 100
ROI vs. ROAS — der wichtigste Unterschied im Marketing
Im Online-Marketing werden ROI und ROAS häufig verwechselt. Sie messen fundamental verschiedene Dinge:
| Kennzahl | Formel | Was wird gemessen | Schwäche |
|---|---|---|---|
| ROAS | Umsatz ÷ Werbekosten | Wie viel Umsatz je Euro Werbebudget | Ignoriert Warenkosten, Fulfillment, Retouren |
| Marketing-ROI | (Umsatz − COGS − Werbekosten) ÷ Werbekosten × 100 | Tatsächlicher Gewinn je Euro Werbebudget | Komplexer; setzt COGS-Kenntnis voraus |
💡 Praxisbeispiel: Wann ein guter ROAS ein schlechter ROI ist
Google Ads: Budget 10.000 € | Umsatz 40.000 € | ROAS = 4,0×
Warenkosten (COGS): 32.000 € | Versand/Retouren: 3.000 €
Gewinn: 40.000 − 32.000 − 3.000 − 10.000 = −5.000 € Verlust
ROI = (−5.000 ÷ 10.000) × 100 = −50 % ❌
Fazit: ROAS 4,0× klingt gut — ROI −50 % ist ein Desaster. Wer nur ROAS optimiert ohne COGS-Kontrolle, verbrennt Geld.
Branchenspezifische ROI-Benchmarks
Ein ROI von 20 % ist in manchen Branchen hervorragend, in anderen enttäuschend. Kontext ist alles:
| Investitionsbereich | Typischer ROI-Bereich | Benchmark „gut“ | Risiko |
|---|---|---|---|
| Google/Meta Ads (E-Commerce) | 50–300 % | > 100 % | Mittel |
| SEO-Investition | 100–2.000 % (langfristig) | > 500 % | Gering–Mittel |
| E-Mail-Marketing | 300–4.200 % (Branchenscnitt ~3.600 %) | > 1.000 % | Sehr gering |
| Immobilien (Vermietung DE) | 3–7 % p.a. | > 4 % | Mittel |
| Aktien (DAX, 10J-Schnitt) | 7–10 % p.a. | > 8 % | Mittel–Hoch |
| Venture Capital (Startup) | −100 % bis > 1.000 % | > 300 % (Gesamtportfolio) | Sehr hoch |
| Maschineninvestition (Produktion) | 10–30 % p.a. | > 15 % | Gering |
| Software/SaaS-Tool (Unternehmen) | 50–500 % | > 200 % | Gering |
| PV-Anlage (Eigenheim) | 4–8 % p.a. | > 5 % | Sehr gering |
ROI, NPV, IRR, ROAS, CAGR — alle Kennzahlen im Vergleich
| Kennzahl | Formel | Stärke | Schwäche | Ideal für |
|---|---|---|---|---|
| ROI | (Gewinn ÷ Invest.) × 100 | Universell, einfach, vergleichbar | Kein Zeitfaktor, kein Risiko | Projektbewertung, Marketing, schneller Vergleich |
| ROAS | Umsatz ÷ Werbekosten | Schnell, werbespezifisch | Ignoriert alle anderen Kosten | Werbekampagnen-Steuerung |
| NPV (Kapitalwert) | Σ(CF_t ÷ (1+r)^t) − Invest. | Berücksichtigt Zeitwert des Geldes | Diskontierungssatz subjektiv | Investitionsentscheidungen mit langen Laufzeiten |
| IRR | Zinssatz bei NPV = 0 | Direktvergleich mit Kapitalkosten | Mehrdeutig bei unregelmäßigen CFs | Projektbewertung, VC-Investitionen |
| CAGR | (Endwert ÷ Anfangswert)^(1/n) − 1 | Jährliches Wachstum; Peer-Vergleich | Keine Volatilität sichtbar | Wachstumsrate von Umsatz, Portfolio, Depot |
| Payback Period | Investition ÷ jährl. Rückfluss | Liquiditätsfokus, einfach | Ignoriert Rückflüsse nach Amortisation | Liquiditätsplanung, kurze Investitionshorizonte |
Typische ROI-Fehler und wie man sie vermeidet
| Fehler | Problem | Richtig machen |
|---|---|---|
| Annualisierung durch einfache Division | Überschätzt jährliche Rendite bei Zinseszins | Geometrischen Mittelwert nutzen: (1+ROI)^(1/n)−1 |
| Nur Umsatz statt Gewinn einsetzen | ROI viel zu hoch — COGS vergessen | Immer Bruttogewinn (Umsatz − COGS) verwenden |
| Indirekte Kosten vergessen | Personalzeit, Overhead, Opportunitätskosten | Vollkostenrechnung: alle relevanten Kosten erfassen |
| Zeitpunkt der Cashflows ignorieren | 100 € heute ≠ 100 € in 5 Jahren | Bei langfristigen Investitionen NPV statt ROI nutzen |
| Risiko nicht einpreisen | ROI 20 % bei hohem Ausfallrisiko ≠ ROI 20 % risikolos | Risikoprämie addieren; risikoadjustierten ROI berechnen |
| Attribution im Marketing | Welcher Kanal hat den Sale tatsächlich verursacht? | Multi-Touch-Attribution statt Last-Click verwenden |
Risikoadjustierter ROI: Was ist eine Rendite wirklich wert?
Ein ROI von 20 % bei einem Startup ist fundamental anders zu bewerten als 20 % bei einer Bundesanleihe. Der risikoadjustierte ROI (auch RAROC: Risk-Adjusted Return on Capital) berücksichtigt das Ausfallrisiko:
📐 Einfache Risikogewichtung
Erwarteter ROI = Erreichter ROI × (1 − Ausfallwahrscheinlichkeit)
Startup-Investment: ROI 200 % | Ausfallwahrscheinlichkeit 70 %
Erwarteter ROI = 200 % × 0,30 = 60 % — aber verteilt auf alle Investitionen
Bundesanleihe: ROI 3,5 % | Ausfallwahrscheinlichkeit ~0 %
Erwarteter ROI = 3,5 % × 1,0 = 3,5 % — sicher
Fazit: Das Startup braucht deutlich über 3,5 % Erwartungs-ROI um die Risikoprämie zu rechtfertigen.
ROI im Unternehmenskontext: ROI vs. ROE vs. ROA
| Kennzahl | Formel | Typischer Benchmark DE | Ideal für |
|---|---|---|---|
| ROI | (Gewinn ÷ Invest.) × 100 | 10–25 % (Produktionsunternehmen) | Einzelprojekte, Kampagnen |
| ROE (Eigenkapitalrendite) | Jahresüberschuss ÷ Eigenkapital × 100 | 8–15 % (DAX-Unternehmen) | Aktionärsperspektive, Unternehmensbewertung |
| ROA (Gesamtkapitalrendite) | Jahresüberschuss ÷ Gesamtkapital × 100 | 4–8 % (Industrie) | Effizienz des Gesamtvermögens |
| ROCE (Kapitalrendite) | EBIT ÷ eingesetztes Kapital × 100 | 10–20 % | Operative Kapitaleffizienz, Benchmarking |
Häufige Fragen zum ROI
Ja, komplett. E-Mail-Marketing erreicht Branchen-Benchmarks von 3.600 % ROI (laut DMA: 36 € Rückfluss je 1 € investiert). Eine solide Immobilienvermietung erreicht 4–6 % p.a. Beide können „gut“ sein. Als grobe Orientierung: ROI unter 5 % = schwach (oft unter Inflationsrate), 5–15 % = solide, 15–30 % = gut, über 30 % = sehr gut (mit steigendem Risiko). Entscheidend: Immer den Risikofaktor mitdenken und mit der Alternativanlage vergleichen.
ROAS (Return on Ad Spend) = Umsatz ÷ Werbekosten — zeigt wie viel Umsatz je Euro Werbebudget generiert wird. ROI = Gewinn ÷ Investition — zeigt den tatsächlichen Profit nach Abzug aller Kosten. ROAS 4× klingt gut — aber wenn die Warenkosten 80 % des Umsatzes ausmachen, macht die Kampagne Verlust. Für strategische Entscheidungen ist ROI der relevantere Wert. ROAS eignet sich für operative Kampagnensteuerung wo COGS konstant und bekannt sind.
Nicht durch Division! Die korrekte Formel lautet: Jährlicher ROI = ((1 + ROI/100)^(1/n) − 1) × 100 wobei n die Anzahl der Jahre ist. Beispiel: ROI 100 % über 4 Jahre: Jährlicher ROI = (2^0,25 − 1) × 100 = 18,9 % p.a. — nicht 25 %. Der Fehler entsteht weil der Zinseszinseffekt bei einfacher Division ignoriert wird: Das Kapital wächst jedes Jahr auf dem Vorjahresstand, nicht auf dem Ursprungswert.
Der NPV (Kapitalwert) ist besser als der ROI wenn: (1) Cashflows zu verschiedenen Zeitpunkten anfallen, (2) die Investitionslaufzeit mehr als 2–3 Jahre beträgt, (3) ein Vergleich mit dem Kapitalmarktzins nötig ist. ROI ist besser wenn: schneller Vergleich mehrerer Projekte, kurze Laufzeiten, gleichmäßige Cashflows. Faustregel: ROI für operative Entscheidungen, NPV für strategische Investitionsentscheidungen über mehrere Jahre.
Ein negativer ROI bedeutet die Investition hat Verluste generiert. Beispiel: 10.000 € investiert, 8.000 € zurückerhalten → ROI = (−2.000 ÷ 10.000) × 100 = −20 %. Negativer ROI ist nicht automatisch ein Fehler — bei Startups in der Aufbauphase ist negativer ROI in den ersten Jahren normal und geplant. Kritisch ist ein negativer ROI bei Projekten die bereits profitabel sein sollten oder bei dem das Kapital auch sicher angelegt werden könnte.
HR-ROI = (messbarer Nutzen − Kosten der Maßnahme) ÷ Kosten × 100. Nutzen kann sein: gestiegene Produktivität (€), reduzierte Fehlerquote (€ gesparte Nacharbeit), niedrigere Fluktuation (eingesparte Recruiting-Kosten ~6–12 Monatsgehälter). Beispiel: Schulung kostet 5.000 €, senkt Fehlerquote um 15 % → Einsparung 18.000 €/Jahr → ROI = (13.000 ÷ 5.000) × 100 = 260 %. Schwierigkeit: Viele HR-Nutzen sind schwer zu monetarisieren (Zufriedenheit, Employer Branding).
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Marketing-ROI-Benchmarks: DMA (Direct Marketing Association), HubSpot State of Marketing 2024. Immobilien-Benchmarks: Empirica, Bulwiengesa 2024. Aktien-Benchmarks: DAX-Langfristrendite 1987–2024. RAROC-Konzept: Bankers Trust 1979, Basel III Framework. Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Anlageberatung. Stand: 2026.
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Daniel Niedermayer
Geschäftsführer
Zuletzt geprüft am: 8. September 2025
Verwendete Quellen
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Letzte Aktualisierung: 8. September 2025