🧭 Photovoltaik-Ausrichtungsrechner: Wie effizient ist Ihr Dach wirklich?
Prüfen Sie Ihre Dachausrichtung – Süd, Ost, West oder Nord? So gut ist Ihre PV-Ausbeute
Mit unserem Photovoltaik-Ausrichtungsrechner finden Hausbesitzer:innen blitzschnell heraus, wie die Ausrichtung und Neigung ihres Dachs den Solarertrag beeinflussen. Gerade wenn Ihr Dach nicht exakt nach Süden zeigt, stellt sich die Frage: Lohnt sich die PV-Anlage trotzdem? Unser Tool liefert Ihnen sofort eine realistische Effizienzabschätzung – perfekt für die erste Planung.
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Photovoltaik 2026: Lohnt sich Ihre Dachausrichtung wirklich?
Über 4 Millionen Photovoltaikanlagen sind in Deutschland installiert – doch ein erheblicher Teil davon produziert deutlich weniger Strom als möglich. Der häufigste Grund: Die Dachausrichtung wurde nicht richtig bewertet, bevor die Anlage gekauft wurde. Wer mit einem Westdach in Nordbayern dieselbe Anlage kauft wie sein Nachbar mit Süddach, zahlt denselben Preis – und erntet 20 % weniger Ertrag, Jahr für Jahr, Jahrzehnte lang.
Gleichzeitig schrecken viele Hausbesitzer vor PV zurück, weil ihr Dach „nicht nach Süden zeigt“. Das ist in den meisten Fällen unnötig: Moderne Anlagen, klug geplant, sind auch auf Ost-, West- oder sogar kombinierten Dächern wirtschaftlich. Die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern wie – und das zeigt dieser Ratgeber.
Das Wichtigste in Kürze
Süddach bei 30° Neigung = 100 % Ertrag · Südwest/Südost = 85–95 % · Ost/West = 75–85 % · Nord = 40–60 %. Bei Strompreisen über 30 ct/kWh ist selbst ein Westdach in Süddeutschland nach 9–11 Jahren amortisiert. Der Rechner oben liefert Ihre persönliche Zahl – dieser Artikel erklärt, warum.
Inhaltsverzeichnis
- Warum die Dachausrichtung über Tausende Euro entscheidet
- Alle Ausrichtungen im Vergleich: Süd, Ost, West, Nord
- Dachneigung: Der unterschätzte zweite Faktor
- Nordrhein-Westfalen vs. Bayern: Wie viel bringt der Standort?
- Die Ost-West-Anlage: Oft besser als ein reines Süddach
- Wirtschaftlichkeit 2026: Amortisation bei verschiedenen Dächern
- Technik als Ausgleich: Was Optimierer wirklich bringen
- Das Norddach-Problem: Wann es sich trotzdem lohnt
- FAQ zur Photovoltaik-Ausrichtung 2026
Warum die Dachausrichtung über Tausende Euro entscheidet
Ein 10-kWp-System auf einem optimalen Süddach in Süddeutschland produziert rund 11.000 kWh pro Jahr. Dieselbe Anlage auf einem reinen Norddach kommt auf 6.600 kWh – eine Differenz von 4.400 kWh jährlich. Bei einem Strompreis von 32 ct/kWh (Eigenverbrauch) sind das 1.408 € Unterschied pro Jahr. Über 25 Jahre Anlagenlaufzeit ergibt sich daraus eine Differenz von bis zu 35.200 € – ohne Inflation und Strompreissteigerungen.
Diese Zahl macht deutlich: Die Ausrichtungsanalyse ist kein Nice-to-have vor dem PV-Kauf, sondern die wichtigste Kalkulation überhaupt. Wer sie überspringt, riskiert eine Fehlinvestition im fünfstelligen Bereich.
Alle Ausrichtungen im Vergleich: Süd, Ost, West, Nord
Die folgende Tabelle zeigt typische Erträge für ein 10-kWp-System bei 30° Dachneigung in Mitteldeutschland – und was das bei aktuellen Strompreisen finanziell bedeutet:
| Ausrichtung | Effizienz | Jahresertrag (kWh) | Eigenverbrauchswert* | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Süden (30°) | 100 % | ≈ 10.000 | ≈ 3.200 €/Jahr | Maximaler Jahresertrag, hohe Mittagsspitze |
| Südwest / Südost | 85–95 % | ≈ 8.500–9.500 | ≈ 2.720–3.040 €/Jahr | Kaum spürbare Einbußen, sehr empfehlenswert |
| Ost / West | 75–85 % | ≈ 7.500–8.500 | ≈ 2.400–2.720 €/Jahr | Bessere Verteilung über den Tag, höherer Eigenverbrauch möglich |
| Nordost / Nordwest | 55–70 % | ≈ 5.500–7.000 | ≈ 1.760–2.240 €/Jahr | Nur mit hohem Eigenverbrauch oder Speicher sinnvoll |
| Norden | 40–60 % | ≈ 4.000–6.000 | ≈ 1.280–1.920 €/Jahr | Grenzwertig – individuelle Analyse unbedingt erforderlich |
*Eigenverbrauchswert bei 32 ct/kWh, 35 % Eigenverbrauchsquote ohne Speicher. Mitteldeutschland, 1.000 kWh/kWp Basisertrag. Eigene Berechnung auf Basis DWD-Einstrahlungsdaten.
Dachneigung: Der unterschätzte zweite Faktor
Fast alle Diskussionen über PV-Ausrichtung konzentrieren sich auf die Himmelsrichtung – dabei ist die Dachneigung mindestens genauso wichtig. Ein Süddach mit 60° Neigung erzielt nur noch rund 90 % des Ertrags eines optimal geneigten Süddachs bei 30°. Und ein Norddach profitiert erheblich von einer flacheren Neigung, weil es bei 0° (Flachdach) durch Aufständerung optimal ausgerichtet werden kann.
| Dachneigung | Süden | Osten / Westen | Norden | Empfehlung |
|---|---|---|---|---|
| 0–10° (Flachdach) | 92 % | 80 % | 58 % | Aufständerung auf 30° empfohlen |
| 15–35° (Ideal) | 100 % | 85 % | 60 % | Optimaler Bereich für Deutschland |
| 36–50° | 96 % | 75 % | 50 % | Noch gut, leichte Einbußen |
| 51–60° | 90 % | 65 % | 40 % | Wirtschaftlichkeit prüfen |
| >60° (Steil) | <85 % | <60 % | <35 % | Fassadenanlage oder Aufständerung erwägen |
Praktische Faustregel: In Deutschland liegt die optimale Neigung zwischen 25° und 35°. Diese Neigung maximiert die jährliche Gesamteinstrahlung. Wer ein Steildach über 50° hat, sollte einen Fachbetrieb nach Aufständerungsoptionen fragen – der Mehrertrag kann die Installationskosten schnell rechtfertigen.
Nordrhein-Westfalen vs. Bayern: Wie viel bringt der Standort?
Deutschland ist kein klimatisch homogenes Land. Die Sonneneinstrahlung variiert je nach Region um bis zu 15–20 % – ein Unterschied, der sich über die Anlagenlaufzeit auf mehrere tausend Kilowattstunden summiert.
| Region | Basisertrag (kWh/kWp/Jahr) | 10-kWp-Anlage Südausrichtung | Beispielstädte |
|---|---|---|---|
| Norddeutschland | 950 kWh/kWp | ≈ 9.500 kWh/Jahr | Hamburg, Bremen, Kiel |
| Mitteldeutschland | 1.000 kWh/kWp | ≈ 10.000 kWh/Jahr | Berlin, Köln, Frankfurt |
| Süddeutschland | 1.050–1.150 kWh/kWp | ≈ 10.500–11.500 kWh/Jahr | München, Freiburg, Augsburg |
Wichtiger Hinweis: Auch in Norddeutschland lohnt sich PV – die Differenz zu Bayern beträgt im Schnitt rund 500–600 kWh pro 10 kWp und Jahr. Bei einem Eigenverbrauchswert von 32 ct/kWh sind das ca. 56–67 € weniger Ersparnis pro Jahr. Kein Grund, auf PV zu verzichten.
Die Ost-West-Anlage: Oft besser als ein reines Süddach
Eines der am häufigsten unterschätzten Konzepte in der PV-Planung: die Ost-West-Belegung. Dabei werden beide Dachseiten – eine nach Osten, eine nach Westen – mit Modulen belegt. Das Ergebnis überrascht viele:
- Gleichmäßigere Tagesproduktion: Statt einer hohen Mittagsspitze (wie beim Süddach) liefert die Anlage morgens und abends zuverlässig Strom – genau dann, wenn der Haushalt am meisten verbraucht.
- Höherer Eigenverbrauchsanteil ohne Speicher: Wer morgens Waschmaschine, Geschirrspüler und Kaffeemaschine laufen hat und abends kocht, deckt mit einer Ost-West-Anlage deutlich mehr Eigenverbrauch ab als mit einem reinen Süddach.
- Mehr installierte Leistung auf derselben Fläche: Bei einem Ost-West-Aufständerungssystem auf Flachdächern können Module mit geringerem Abstand montiert werden – bis zu 40 % mehr kWp auf derselben Fläche im Vergleich zur Südaufständerung.
- Geringere Einspeisespitzen: Netzbetreiber und Wechselrichter werden weniger belastet, was die Systemstabilität erhöht.
Süddach: 10.000 kWh/Jahr, davon 35 % Eigenverbrauch = 3.500 kWh selbst genutzt.
Ost-West-Dach: 8.500 kWh/Jahr, davon 55 % Eigenverbrauch = 4.675 kWh selbst genutzt.
Ergebnis: Das Ost-West-Dach spart trotz weniger Gesamtertrag mehr Geld, weil der Eigenverbrauchsanteil höher ist.
Wirtschaftlichkeit 2026: Amortisation bei verschiedenen Dächern
Die gute Nachricht zuerst: PV-Anlagen haben sich in den letzten 5 Jahren massiv verbilligt. Eine schlüsselfertige 10-kWp-Anlage kostet 2026 zwischen 12.000 und 16.000 € inklusive Wechselrichter und Montage. Das ermöglicht Amortisationszeiten, die vor 10 Jahren undenkbar waren.
| Dach-Typ | Standort | Jahresersparnis* | Amortisation | Gewinn nach 25 Jahren |
|---|---|---|---|---|
| Süd, 30° | Bayern | ≈ 1.870 € | ca. 8–9 Jahre | ca. 28.000 € |
| Südwest, 35° | NRW | ≈ 1.550 € | ca. 9–10 Jahre | ca. 22.750 € |
| Ost-West, 30° | Hessen | ≈ 1.680 € | ca. 9–10 Jahre | ca. 24.000 € |
| West, 25° | Niedersachsen | ≈ 1.280 € | ca. 11–12 Jahre | ca. 16.000 € |
| Nord, 30° | Sachsen | ≈ 820 € | ca. 17–19 Jahre | ca. 4.500 € |
*Basis: 14.000 € Anlagekosten, 32 ct/kWh Eigenverbrauch, 8,03 ct/kWh Einspeisung, 35–55 % Eigenverbrauchsquote je nach Ausrichtung, keine Inflation. Alle Werte sind Näherungen.
Das Norddach ist der einzige Fall, bei dem echte Vorsicht geboten ist: Die Amortisationszeit von 17–19 Jahren liegt nahe der Wechselrichter-Lebensdauer (typisch 12–15 Jahre). Wer ein Norddach hat, sollte zwingend einen Fachbetrieb für eine individuelle Analyse hinzuziehen, bevor er investiert.
Technik als Ausgleich: Was Optimierer wirklich bringen
Nicht optimale Dachausrichtungen lassen sich durch die richtige Systemtechnik teilweise kompensieren. Die drei wichtigsten Optionen:
- String-Wechselrichter (Standard): Alle Module einer Reihe arbeiten mit demselben Arbeitspunkt. Wenn ein Modul verschattet ist oder anders ausgerichtet, zieht es die gesamte Reihe nach unten. Für homogene Dachflächen die günstigste Lösung.
- Leistungsoptimierer (z. B. SolarEdge, Tigo): Jedes Modul arbeitet an seinem eigenen optimalen Arbeitspunkt. Bei Teilverschattung oder gemischten Ausrichtungen können sie den Ertrag um 5–25 % steigern. Mehrkosten: ca. 800–1.500 € für eine 10-kWp-Anlage.
- Mikro-Wechselrichter (z. B. Enphase): Jedes Modul hat einen eigenen kleinen Wechselrichter. Maximale Unabhängigkeit der Module, ideal für komplexe Dachformen mit mehreren Ausrichtungen. Teuerste Lösung, aber bei stark heterogenen Dächern oft die wirtschaftlich sinnvollste.
Das Norddach-Problem: Wann es sich trotzdem lohnt
Ein reines Norddach mit 30° Neigung ist der schwierigste Fall in der PV-Planung. Mit nur 40–60 % des Südertrags ist die Wirtschaftlichkeit eng. Dennoch gibt es Szenarien, in denen sich auch ein Norddach lohnt:
- Sehr hoher Eigenverbrauch: Wer zu Hause arbeitet, ein Elektroauto hat und eine Wärmepumpe betreibt, kann selbst den reduzierten Ertrag eines Norddachs weitgehend selbst nutzen – und spart damit mehr als jemand mit Süddach, der 80 % einspeist.
- Batteriespeicher: Mit einem Speicher steigt die Eigenverbrauchsquote auf 60–80 %. Das verbessert die Norddach-Wirtschaftlichkeit deutlich – allerdings erhöhen Speicher auch die Investitionskosten um 8.000–15.000 €.
- Bifaziale Module: Diese können auch von der Rückseite reflektiertes Licht nutzen. Auf hellen Dachflächen oder Kiesbetten können sie 5–10 % Mehrertrag liefern – beim Norddach besonders wertvoll.
- Flaches Norddach + Aufständerung: Ein Flachdach mit Nordausrichtung kann durch Aufständerung nach Süden auf die optimale Neigung gebracht werden. Das ist die wirtschaftlich sinnvollste Lösung für Norddächer.
FAQ: Photovoltaik-Ausrichtung 2026
Welche Dachausrichtung ist für Photovoltaik am besten?
In Deutschland ist Süden bei 25–35° Neigung optimal – hier erreicht eine Anlage bis zu 100 % des möglichen Jahresertrags. Südost und Südwest liefern 85–95 % und sind für die meisten Haushalte kaum schlechter. Auch reine Ost- oder Westdächer sind mit 75–85 % wirtschaftlich attraktiv, besonders wenn der Eigenverbrauchsanteil hoch ist.
Lohnt sich PV auf einem Westdach 2026?
Ja, in den meisten Fällen. Ein Westdach produziert 75–85 % des Süddach-Ertrags, hat aber einen entscheidenden Vorteil: Die Produktion liegt nachmittags und abends – genau dann, wenn viele Haushalte kochen, waschen und Geräte betreiben. Die Eigenverbrauchsquote kann dadurch höher sein als beim Süddach. Bei 32 ct/kWh Eigenverbrauchswert und 14.000 € Anlagekosten ist die Amortisation in 10–12 Jahren realistisch.
Kann ich auf einem Ostdach Photovoltaik betreiben?
Ja. Ein Ostdach hat ähnliche Ertragscharakteristika wie ein Westdach – die Produktion liegt am Morgen, ideal für Home-Office-Haushalte oder Familien mit frühem Tagesstart. Erträge von 75–85 % des Süddachs sind typisch. Besonders attraktiv: die Kombination aus Ostdach (eine Seite) und Westdach (andere Seite) als Ost-West-Anlage.
Ist ein Norddach für Photovoltaik geeignet?
Nur eingeschränkt. Mit 40–60 % des Südertrags ist die Wirtschaftlichkeit deutlich schlechter. Ausnahmen: Flachdächer mit Aufständerungsmöglichkeit, sehr hoher Eigenverbrauch (E-Auto, Wärmepumpe), oder günstiger Anlagenpreis durch große Fläche. Unbedingt individuelle Wirtschaftlichkeitsanalyse durch einen Fachbetrieb einholen.
Welche Dachneigung ist optimal für PV in Deutschland?
In Deutschland sind 25–35° der optimale Neigungswinkel für maximalen Jahresertrag bei Südausrichtung. Flachdächer (0–10°) können durch Aufständerung auf den Optimalwinkel gebracht werden. Steildächer über 55° verlieren deutlich an Effizienz – hier lohnt sich eine Optimierungsberatung.
Wie viel Unterschied macht die Region in Deutschland?
Süddeutschland (Bayern, Baden-Württemberg) erreicht 1.050–1.150 kWh/kWp Jahresertrag, Norddeutschland (Hamburg, Schleswig-Holstein) ca. 900–980 kWh/kWp. Das macht rund 10–15 % Unterschied – bedeutsam, aber kein Grund, auf PV zu verzichten. Selbst in Hamburg amortisieren sich gut geplante Anlagen innerhalb von 11–13 Jahren.
Was ist der Azimutwinkel und wie wirkt er sich aus?
Der Azimutwinkel beschreibt die Abweichung der Dachausrichtung von Süden: Süden = 180°, Osten = 90°, Westen = 270°. Je weiter das Dach von Süden abweicht, desto geringer der Ertrag – aber nicht linear. Eine Abweichung von ±15° (also Südsüdost oder Südsüdwest) kostet nur etwa 2–3 % Ertrag. Erst ab ±45° (also reines Ost- oder Westdach) sind die Einbußen spürbar.
Was bringen Leistungsoptimierer bei schlechter Ausrichtung?
Leistungsoptimierer (z. B. SolarEdge, Tigo) können bei Teilverschattung oder gemischten Ausrichtungen den Ertrag um 5–25 % steigern. Die Mehrkosten von ca. 800–1.500 € für eine 10-kWp-Anlage amortisieren sich bei geeigneten Bedingungen in 2–4 Jahren. Bei homogener, unverschatteter Südausrichtung bringen sie dagegen kaum Vorteil.
Lohnt sich eine Ost-West-Anlage gegenüber einer reinen Südanlage?
Oft ja – besonders für Haushalte mit hohem Eigenverbrauch. Eine Ost-West-Anlage produziert zwar weniger Gesamtstrom, verteilt ihn aber gleichmäßiger über den Tag. Das kann die Eigenverbrauchsquote ohne Speicher von 35 % auf 50–60 % anheben. Da Eigenverbrauch etwa viermal mehr wert ist als Einspeisung, ergibt sich trotz geringerem Gesamtertrag oft eine bessere Wirtschaftlichkeit.
Wie lange dauert die Amortisation einer PV-Anlage 2026?
Bei einem optimalen Süddach in Süddeutschland: 8–9 Jahre. Beim Westdach in NRW: 10–12 Jahre. Beim Norddach: 15–20 Jahre (nur bedingt empfehlenswert). Die Amortisation hat sich durch gesunkene Anlagenpreise und hohe Strompreise in den letzten 5 Jahren deutlich verkürzt – 2019 war noch von 12–18 Jahren die Rede.
Wie hoch sind PV-Anlagekosten 2026?
Schlüsselfertige Anlagen kosten 2026 typischerweise 1.200–1.600 € pro kWp, abhängig von Größe, Modulqualität, Wechselrichtertyp und Montageaufwand. Eine 10-kWp-Anlage liegt bei 12.000–16.000 €. Flachdach-Aufständerungen kosten zusätzlich ca. 1.000–2.000 €.
Welche Förderungen gibt es für PV 2026?
Die gesetzliche Einspeisevergütung (EEG) beträgt für neue Anlagen bis 10 kWp ca. 8,03 ct/kWh, für 10–40 kWp ca. 6,95 ct/kWh. Zusätzlich bieten viele Bundesländer und Kommunen eigene Zuschüsse, und über die KfW gibt es zinsgünstige Kredite (Programm 270). Die Photovoltaikanlage ist seit 2023 zudem steuerlich begünstigt: Kauf und Betrieb sind umsatzsteuerfrei.
Wie lange halten PV-Anlagen?
Hochwertige Module haben eine Leistungsgarantie von 25–30 Jahren – nach 25 Jahren liefern sie typischerweise noch 80–85 % ihrer Nennleistung. Wechselrichter haben eine kürzere Lebensdauer von 12–15 Jahren und müssen einmal während der Anlagenlaufzeit ersetzt werden (Kosten: ca. 1.500–3.000 €). Montagegestelle und Verkabelung halten in der Regel die gesamte Anlagenlaufzeit.
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Quellen & Datengrundlage
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- Bundesnetzagentur: Einspeisevergütung EEG 2026, aktuelle Vergütungssätze
- Deutsche Energie-Agentur (dena): Photovoltaik-Leitfaden, Effizienzrichtwerte
- Fraunhofer ISE: Photovoltaics Report 2025, Modulpreise und Systemkosten
- Internationale Energieagentur (IEA): Solar PV Market Update 2025
Stand: März 2026. Alle Ertragswerte sind Näherungsrechnungen auf Basis typischer Systemkonfigurationen. Individuelle Bedingungen (Verschattung, genaue Ausrichtung, Modultyp) können abweichen. Für eine verbindliche Wirtschaftlichkeitsanalyse empfehlen wir die Beratung durch einen zertifizierten Solarteur.
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Fazit: Ausrichtung prüfen, realistisch planen, richtig investieren
Die Dachausrichtung ist der wichtigste Einzelfaktor für den PV-Ertrag – aber kein Ausschlusskriterium. Selbst Ost-, West- und kombinierte Dächer sind 2026 bei richtiger Planung wirtschaftlich attraktiv. Entscheidend ist die Kombination aus Ausrichtung, Neigung, Region, Eigenverbrauchsquote und Systemtechnik.
Der Rechner oben liefert Ihnen in Sekunden eine erste Orientierung. Für die verbindliche Investitionsentscheidung empfehlen wir zusätzlich eine Beratung durch einen zertifizierten Solarteur – und die Nutzung der ergänzenden Rechner oben für eine vollständige Wirtschaftlichkeitsanalyse.
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Daniel Niedermayer
Geschäftsführer
Zuletzt geprüft am: 11. März 2026
Verwendete Quellen
Unsere Methodik
Dieser PV-Ausrichtungsrechner basiert auf den Grundlagen der Geometrie, solaren Einstrahlungsdaten sowie aktuellen Normen zur Effizienzsteigerung von Photovoltaikanlagen. Dabei werden Faktoren wie Dachneigung, Himmelsrichtung und regionale Sonnenscheindauer berücksichtigt.
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Letzte Aktualisierung: 11. März 2026


