⏱️ Teilzeit-Reue-Rechner – Was Teilzeit wirklich kostet

Netto · Rente · ALG I · Krankengeld · Elterngeld · Gesamtkosten

80 % Teilzeit = 20 % weniger Netto? Weit gefehlt. Durch die Steuerprogression verlieren Sie netto oft nur 15–17 %. Doch die wirklichen Kosten verstecken sich woanders: weniger Rentenpunkte, niedrigeres ALG I, weniger Krankengeld, weniger Elterngeld. Dieser Rechner zeigt Ihnen das vollständige finanzielle Bild – damit aus Teilzeit keine Reue wird.

⏱️ Teilzeit-Reue-Rechner
Das unterschätzte Phänomen: Der monatliche Netto-Verlust ist durch die Steuerprogression kleiner als gedacht. Aber Rente, ALG I, Krankengeld und Elterngeld richten sich nach dem tatsächlichen Verdienst – dort schlägt Teilzeit voll durch.
Ihr aktuelles oder angestrebtes Vollzeit-Brutto. Basis für alle Berechnungen.
Bei 80 % arbeiten Sie 4 von 5 Tagen / 32 statt 40 Stunden.
Z.B. 10 Jahre für Kindererziehungsphase, 20 Jahre bis Rente.
Durchschnittliche Lebenserwartung nach 67: ~20 Jahre. Frauen eher 22–25 Jahre.
ALG I: max. 12–24 Monate je nach Alter/Beitragsdauer. Krankengeld: max. 78 Wochen. Elterngeld: 14 Monate (Basiselterngeld).

⏱️ Was Teilzeit wirklich kostet – der unterschätzte Preis

Die meisten Menschen, die über Teilzeit nachdenken, stellen sich eine einfache Frage: Wie viel weniger Netto bekomme ich? Die Antwort überrascht oft positiv – durch die Steuerprogression verliert man bei 80 % Teilzeit netto nur 15–17 % statt 20 %. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Die echten Kosten von Teilzeit verstecken sich in vier Bereichen, die kaum jemand berechnet:

  • Rentenverlust: Rentenpunkte werden proportional zum Verdienst vergeben. Jedes Jahr Teilzeit bedeutet weniger Rentenpunkte – das summiert sich über Jahrzehnte zu tausenden Euro weniger Rente im Alter.
  • ALG-I-Verlust: Arbeitslosengeld I berechnet sich aus dem Nettolohn der letzten 12 Monate. Wer in Teilzeit war, bekommt im Ernstfall deutlich weniger.
  • Krankengeld-Verlust: Krankengeld = 70 % des Bruttogehalts. Bei Teilzeit ist die Basis niedriger – bei langer Krankheit ein erheblicher Unterschied.
  • Elterngeld-Verlust: Basiselterngeld = 65–67 % des Nettolohns. Wer vorher in Teilzeit war, bekommt weniger Elterngeld – auch wenn man das Modell für das erste Kind erst plant.

📊 Der Progressionsvorteil – die gute Nachricht

Die Steuerprogression wirkt als natürlicher Dämpfer des Netto-Verlustes. Wer weniger verdient, zahlt prozentual weniger Steuern. Konkret:

Teilzeit-AnteilBrutto-VerlustTypischer Netto-VerlustProgressionsvorteil
90 %−10 %ca. −8 %+2 Prozentpunkte
80 %−20 %ca. −15–17 %+3–5 Prozentpunkte
75 %−25 %ca. −19–21 %+4–6 Prozentpunkte
60 %−40 %ca. −33–36 %+4–7 Prozentpunkte
50 %−50 %ca. −42–46 %+4–8 Prozentpunkte

Der Progressionsvorteil klingt gut – aber er täuscht über die Langzeitfolgen hinweg. Denn Rente, ALG I, Krankengeld und Elterngeld werden nicht mit Progressionsvorteil berechnet. Dort schlägt der Brutto-Verlust voll durch.

🏦 Rentenverlust: Die unterschätzte Zeitbombe

Das Prinzip der gesetzlichen Rentenversicherung ist einfach: Wer mehr verdient, sammelt mehr Rentenpunkte. Ein Rentenpunkt entspricht dem Jahresverdienst in Höhe des Durchschnittsentgelts (2026: ca. 45.358 €). Wer nur 80 % davon verdient, sammelt nur 0,8 Rentenpunkte pro Jahr statt 1,0.

Rechenbeispiel Rentenverlust

Annahme: 4.000 € Vollzeit-Brutto, 80 % Teilzeit = 3.200 € Brutto, 10 Jahre Teilzeit

Rentenpunkte Vollzeit: 10 × (48.000 € / 45.358 €) = 10,58 Punkte

Rentenpunkte Teilzeit: 10 × (38.400 € / 45.358 €) = 8,46 Punkte

Verlust: 2,12 Rentenpunkte × ~40,17 €/Punkt = ~85 €/Monat weniger Rente

Über 20 Jahre Rentenbezug: ~20.400 € weniger Rente insgesamt

🛡️ ALG I, Krankengeld und Elterngeld: Sicherheitsnetze mit Lücken

ALG I (Arbeitslosengeld I) beträgt 60 % des pauschalierten Nettolohns (67 % mit Kindern). Basis ist das Bruttogehalt der letzten 12 Monate. Wer in Teilzeit war, bekommt im Ernstfall deutlich weniger – und das monatelang.

Krankengeld beträgt 70 % des Bruttolohns (max. 90 % des Nettolohns) und wird bis zu 78 Wochen gezahlt. Bei langer Krankheit kann der Unterschied zwischen Vollzeit- und Teilzeit-Krankengeld tausende Euro ausmachen.

Elterngeld (Basiselterngeld) beträgt 65–67 % des Nettolohns der letzten 12 Monate. Wer vor der Geburt in Teilzeit war, erhält weniger Elterngeld – selbst wenn man das erste Kind noch plant und heute die Stunden reduziert.

💡 Was hilft gegen Teilzeit-Reue?

  • Freiwillige Rentenbeiträge: Als Teilzeitkraft können Sie freiwillig höhere Rentenbeiträge einzahlen – das gleicht Rentenpunkte-Verluste aus.
  • Timing beim Elterngeld: Wenn möglich, planen Sie Elternzeit so, dass der 12-Monats-Bemessungszeitraum möglichst viele Vollzeit-Monate enthält.
  • Elterngeld Plus nutzen: ElterngeldPlus (halber Betrag, doppelte Dauer) kann bei einem Teilzeitjob parallel günstiger sein als das Basiselterngeld.
  • Teilzeit begrenzen: Je kürzer die Teilzeit-Phase, desto geringer der Rentenverlust. Jedes Jahr Vollzeit mehr zählt.
  • Partnerschaftliche Aufteilung: Wenn beide Partner Teilzeit arbeiten statt einer voll, eines gar nicht, kann das Rentenrisiko gleichmäßiger verteilt werden.

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Zuletzt geprüft am: 21. Januar 2026

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Steuer- und SV-Berechnungen basieren auf vereinfachten Schätzmodellen (Grenzsteuersatz-Annäherung). Rentenpunkte werden auf Basis des vorläufigen Durchschnittsentgelts 2026 (ca. 45.358 €) und des aktuellen Renteneckwerts berechnet. Alle Ergebnisse sind Näherungswerte.

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Ergebnisse einer umfassenden Nutzerbefragung auf unserer Website im April 2025

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Die Qualität der Rechner ist enorm, und das kostenlos. Besten Dank.

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Neben den Rechnern für den Arbeitsalltag finde ich auch die rund um die eigene Finanzplanung sehr hilfreich.

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Ich schätze die Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit dieser Rechner sehr.

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⚠️ Hinweis: Alle Berechnungen sind vereinfachte Näherungswerte. Steuer- und SV-Berechnungen ersetzen keinen Steuerberater. Rentenpunkt-Wert und Durchschnittsentgelt 2026 sind Schätzwerte. Letzte Aktualisierung: 1. April 2026.