🏠 Maklerprovision Rechner

Käufer, Verkäufer & alle Kaufnebenkosten auf einen Blick

Maklerprovision sofort berechnen – für alle 16 Bundesländer, mit vollständigen Kaufnebenkosten (Provision + Grunderwerbsteuer + Notar) und Verhandlungs-Simulator. Gesetz zur Provisionsteilung seit 23.12.2020 berücksichtigt.

🏠 Immobiliendaten eingeben
Ortsübliche Provision für Bayern: 7,14 % (= 3,57 % je Käufer + Verkäufer). Frei verhandelbar.
⚖️ Verteilungsmodell (§§ 656a–656d BGB)
🏛️ Weitere Nebenkosten
Üblich: ca. 1,0–1,5 % für Notar + Grundbuchamt. Beinhaltet Beurkundung Kaufvertrag + Grundschuld + Grundbucheintragung.

📊 Maklerprovision nach Bundesland (2026)

Alle Angaben inkl. 19 % MwSt. Die hälftige Teilung gilt bei Wohnimmobilien (EFH, ETW) für Käufer und

Das Gesetz zur Maklerprovision seit 23. Dezember 2020

Seit dem 23. Dezember 2020 gilt das Gesetz zur Verteilung der Maklerkosten (§§ 656a–656d BGB). Der wichtigste Grundsatz: Bei Wohnimmobilien darf der Käufer maximal 50 % der Gesamtprovision zahlen — der Verkäufer muss mindestens genauso viel tragen.

📐 Formel Maklerprovision

Gesamtprovision = Kaufpreis × Provisionssatz (inkl. 19 % MwSt.)

Käuferanteil = Gesamtprovision ÷ 2 (bei hälftiger Teilung)

Netto-Provision (ohne MwSt.) = Brutto ÷ 1,19

Beispiel: 400.000 € × 7,14 % = 28.560 € gesamt → je 14.280 € für Käufer und Verkäufer

Vollständige Kaufnebenkosten — was auf Käufer zukommt

KostenartTypische HöheBei 400.000 €Bei 600.000 €Pflicht?
Grunderwerbsteuer3,5–6,5 % (je Bundesland)14.000–26.000 €21.000–39.000 €✅ Ja
Notargebühren~1,0–1,2 %4.000–4.800 €6.000–7.200 €✅ Ja
Grundbucheintragung~0,3–0,5 %1.200–2.000 €1.800–3.000 €✅ Ja
Maklerprovision (Käufer)~2,975–3,57 %11.900–14.280 €17.850–21.420 €Wenn Makler
Gesamt ca.8–12 % je Bundesland31.100–47.080 €46.650–70.620 €

⚠️ Kaufnebenkosten aus Eigenkapital

Banken beleihen Kaufnebenkosten in der Regel nicht — sie müssen aus Eigenkapital finanziert werden. Mindestens 10–15 % des Kaufpreises als Eigenkapital einplanen, davon allein 8–12 % für Nebenkosten. Bei einer 400.000-€-Immobilie in NRW (6,5 % Grunderwerbsteuer): Pflichtnebenkosten ~32.000 € — plus Makler wenn vorhanden.

Kann man die Maklerprovision verhandeln?

SituationVerhandlungspotenzialRealistische Ersparnis
Käufermarkt (wenig Nachfrage)Gut0,5–1,5 % Rabatt möglich
Hochpreisige Immobilien (>800.000 €)GutPauschalhonorar statt % oft günstiger
Verkäufermarkt (hohe Nachfrage)SchlechtKaum Spielraum
Direktkauf vom EigentümerVolle Provision gespart
Discount-MaklerStrukturell günstigerPauschalpreise ab ~3.000 €

Rechenbeispiel: Was 1,19 % weniger Provision spart

Kaufpreis 500.000 €. Standard-Provision 7,14 % gesamt: 35.700 € (Käufer: 17.850 €)

Verhandelt auf 5,95 %: 29.750 € (Käufer: 14.875 €)

Ersparnis für den Käufer: 2.975 € für ein Gespräch. Bei 600.000 € wären es 3.570 €.

Häufige Fragen zur Maklerprovision

Ist die Maklerprovision 2026 gestiegen?

Nein. Die gesetzlichen Regelungen und ortsüblichen Provisionssätze haben sich 2026 nicht geändert. Die Gesamtprovision liegt weiterhin bei 5,95–7,14 % (je nach Bundesland), hälftig geteilt. Eine gesetzliche Obergrenze gibt es nicht — die Sätze sind verhandelbar, praktisch aber in den meisten Märkten stabil.

Gilt die hälftige Teilung auch für Gewerbeimmobilien und Mehrfamilienhäuser?

Nein. Die Aufteilungspflicht (§656c BGB) gilt nur für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen beim Kauf durch Verbraucher. Bei Mehrfamilienhäusern (ab 3 Wohneinheiten), Gewerbeimmobilien und unbebauten Grundstücken gilt freie Vertragsgestaltung — der Käufer kann die volle Provision zahlen müssen. Bei gemischt genutzten Immobilien kommt es auf den Schwerpunkt an.

Die Textform-Falle: Wann unterschreibe ich unbemerkt einen Maklervertrag?

Häufig unterschätzt: Viele Makler betten die Maklervertragsklausel in das Online-Anmeldeformular zur Besichtigung oder in die AGB des Exposés ein. Wer das Formular abschickt oder das Exposé anfordert, hat damit u.U. bereits einen Maklervertrag in Textform geschlossen (§656a BGB). Prüfe vor jeder Besichtigung: Enthält das Formular Klauseln zur Provision? Wenn ja — erst unterschreiben wenn der Kauf ernsthaft erwogen wird. Bei begründetem Zweifel über die Wirksamkeit: Maklervertrag schriftlich widerrufen.

Wann wird die Maklerprovision fällig?

Die Provision wird fällig wenn: (1) ein gültiger Maklervertrag in Textform vorliegt, (2) der Makler nachweislich die Vermittlungsleistung erbracht hat und (3) ein notarieller Kaufvertrag abgeschlossen wurde. Vertraglich meist 14 Tage nach Beurkundung. Ohne Abschluss — keine Provision, auch wenn der Makler viel Arbeit investiert hat.

Ist die Maklerprovision steuerlich absetzbar?

Für Privatpersonen beim Kauf der eigenen Wohnung: Nein. Bei vermieteten Immobilien: Ja — die Maklerprovision gehört zu den Anschaffungsnebenkosten und wird über die Abschreibung (AfA, 2 % p.a. bei Baujahr ab 1925, 2,5 % ab 2023 für Neubau) steuerlich verteilt. Bei 14.000 € Provision und 2 % AfA: 280 € Steuerentlastung pro Jahr über 50 Jahre. Gewerbetreibende die eine Betriebsimmobilie kaufen: Betriebsausgabe möglich.

Was passiert wenn der Makler die Provision nach Kaufvertrag zu Unrecht fordert?

Ohne wirksamen Maklervertrag in Textform besteht kein Provisionsanspruch — der Makler kann die Zahlung nicht erzwingen. Wurde bereits gezahlt ohne wirksamen Vertrag: Rückforderung über §812 BGB (ungerechtfertigte Bereicherung) möglich, Verjährung 3 Jahre. Bei Streitigkeiten über die Provisionshöhe oder Wirksamkeit des Vertrags: Verbraucherzentrale oder Rechtsanwalt kontaktieren. Die Beweislast für das Vorliegen eines wirksamen Vertrags liegt beim Makler.

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Daniel Niedermayer

Daniel Niedermayer

Geschäftsführer

Zuletzt geprüft am: 21. Januar 2026

Methodik

Provisionssätze: Ortsübliche Sätze je Bundesland nach ImmoScout24/immoverkauf24 (April 2026). Grunderwerbsteuer: Aktuelle Sätze je Bundesland (destatis.de). Notar/Grundbuch: Pauschale 1,5 % (übliche Bandbreite 1,3–1,8 %). Alle Angaben ohne Gewähr.

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Modellrechnung ohne Gewähr. Keine Rechts- oder Steuerberatung. Stand: April 2026.