🏠 Mieten vs. Kaufen Rechner 2026 – Was baut mehr Vermögen auf?

Echter Vermögensvergleich: Immobilie kaufen oder Mieten + ETF anlegen?

Die entscheidende Frage ist nicht „Was kostet mehr?“, sondern: Welche Option baut am Ende mehr Vermögen auf? Beim Mieten wird die Differenz konsequent angelegt. Mit echten Kaufnebenkosten je Bundesland, explizitem Break-even-Jahr und 3 Szenarien gleichzeitig.

🏠 Mieten vs. Kaufen – Vermögensvergleich
Szenarien setzen realistische Bandbreiten vor – alle Felder bleiben editierbar.
Gesamtkaufpreis ohne Nebenkosten.
Was würde eine vergleichbare Immobilie als Miete kosten? Bestimmt auch den Kaufpreisfaktor.
Empfehlung: mindestens Kaufnebenkosten + 10% Kaufpreis = ca. 20–25% Gesamtfinanzierung.
Aktueller Richtwert (April 2026): ca. 3,5–4,5% für 10-jährige Zinsbindung.
Üblich: 1,5–3% p.a. Höhere Tilgung = kürzere Laufzeit, weniger Zinsen.
Kaufnebenkosten werden berechnet
Realistisch: mindestens 10 Jahre. Kürzere Zeiträume begünstigen fast immer Mieten.
Faustregel: 1–2% Kaufpreis p.a. (400k = 333–667 €/Monat). Altbau/ETW: eher mehr. Beinhaltet nicht umlagefähiges Hausgeld.
Historisch ca. 1,4% p.a. (Destatis 1995–2023). In Metropolen bis 3%.
Konservativ: 1–2% (ca. Inflation). Optimistisch: 3–4%. Auch negativer Wert möglich.
Der Mieter legt Eigenkapital + monatliche Differenz an. Historische ETF-Rendite (MSCI World): ~7–8% nominal. Konservativ: 5–6%.

Vergleichsergebnis

Vermögensvergleich nach X Jahren

⚠️ Modellrechnung: Dieses Tool zeigt eine finanzielle Orientierung auf Basis Ihrer Eingaben. Steuerliche Details, Förderungen, individuelle Annuität, WEG-Hausgeld und Verkaufskosten sind vereinfacht oder nicht vollständig abgebildet. Für eine verbindliche Entscheidung ist eine individuelle Finanzierungsberatung unerlässlich.
Affordability-Check
⚖️
Break-even wird berechnet…

Analyse & Einordnung

Jahres-für-Jahr-Vergleich

Visualisierung

Warum Vermögensvergleich — und nicht nur Kostenvergleich?

Die meisten einfachen Rechner vergleichen nur Kosten: Was zahlt der Käufer vs. was zahlt der Mieter. Das ist irreführend, weil dabei der wichtigste Effekt fehlt: Der Mieter, der die eingesparte Differenz konsequent anlegt, baut ebenfalls Vermögen auf.

Das richtige Vergleichsmodell

Kaufen: Vermögen = Immobilienwert − Restschuld am Ende

Mieten + Anlegen: Vermögen = Eigenkapital angelegt + monatliche Differenz angelegt

➤ Welches Vermögen ist nach X Jahren größer? Das ist die eigentliche Frage.

Rechenbeispiel: 400.000 € Wohnung, München

Annahmen: 80.000 € Eigenkapital, 3,8 % Zinssatz, 2 % Tilgung, 1.600 €/Mo Kaltmiete, 6 % ETF-Rendite, 20 Jahre

Käufer: Annuität ~2.000 €/Mo. Immobilienwert nach 20J (2 % p.a. Steigerung): ~594.000 €. Restschuld: ~220.000 €. Netto-Immobilienvermögen: ~374.000 €

Mieter: Eigenkapital 80.000 € × (1,06)²⁰ = 256.000 €. Monatliche Differenz ~400 €/Mo anlegen × 20J bei 6 %: ~185.000 €. Netto-ETF-Vermögen: ~441.000 €

Ergebnis: Der Mieter liegt vorne — aber nur wenn er tatsächlich anlegt. Ohne Anlage: Käufer gewinnt klar.

Kaufnebenkosten je Bundesland — der größte Break-even-Faktor

BundeslandGrunderwerbsteuerNotar/GrundbuchMakler (typisch)Gesamt
Bayern, Sachsen3,5 %~2 %3,57 %~9,1 %
Hamburg5,5 %~2 %3,57 %~11,1 %
Berlin6,0 %~2 %3,57 %~11,6 %
NRW, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Thüringen, Saarland6,5 %~2 %3,57 %~12,1 %

⚠️ Kaufnebenkosten sind sofort verloren

Bei einem 400.000 €-Objekt in NRW (12 % NK): 48.000 € sofort verbraucht — das entspricht fast 3 Jahren Miete bei 1.400 €/Mo. Diese Summe muss erst durch Wertsteigerung und gesparte Miete „zurückgeholt“ werden, bevor Kaufen vorteilhafter wird. Das ist der Grund warum Kaufen sich unter 7 Jahren fast nie lohnt.

Der Break-even: Wann lohnt sich Kaufen?

KaufpreisfaktorZinssatzTypischer Break-evenEinordnung
< 203–4 %8–12 Jahre🟢 Kaufen klar vorteilhaft bei langer Planung
20–253–4 %12–16 Jahre🟢 Kaufen tendenziell vorteilhaft
25–303,5–4,5 %16–22 Jahre🟡 Grenzbereich — stark von Annahmen abhängig
> 303,5–4,5 %22–30+ Jahre🔴 Mieten oft finanziell vorteilhafter
beliebigbeliebig< 7 Jahre⛔ Fast immer Mieten günstiger — NK amortisieren sich nicht

Kaufpreisfaktor: Die schnelle Orientierung

KPF = Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete. Bei einer Wohnung für 400.000 € mit 1.200 €/Mo Kaltmiete: KPF = 400.000 / 14.400 = 27,8.

KPFBewertungTypische Regionen 2024
< 20Kauf-freundlichOstdeutschland, Ruhrgebiet, strukturschwache Regionen
20–25Neutral / GrenzbereichMittelstädte, Speckgürtel
25–30Miet-freundlichHamburg, Frankfurt, Köln, Stuttgart
> 30Sehr miet-freundlichMünchen, Berlin Toplagen, Düsseldorf

Was jede Modellrechnung vereinfacht

⚠️ Diese Faktoren sind im Rechner vereinfacht oder fehlen

Zinsbindungsende: Nach 10–15 Jahren läuft die Zinsbindung aus — die Anschlussfinanzierung kann deutlich teurer oder günstiger sein. Bei einem Abschluss 2024 mit 4 % und Verlängerung 2034 zu 6 % steigen die Kosten erheblich.

Steuerliche Aspekte: Eigennutzung: keine Absetzbarkeit der Kosten. Vermietung: AfA, Werbungskosten, Spekulationssteuer vor 10 Jahren. ETF: Abgeltungsteuer 25 % + Vorabpauschale.

Instandhaltung: Richtwert 1–1,5 €/m²/Monat (Deutsche Immobilienwirtschaft). Bei 80 m²: 960–1.440 €/Jahr — wird oft unterschätzt.

Nicht quantifizierbar: Flexibilität (Jobwechsel, Trennung), emotionaler Wert, Gestaltungsfreiheit, Sicherheitsgefühl — diese Faktoren überlagern oft die reine Finanzrechnung.

Häufige Fragen zu Mieten vs. Kaufen

Ist Tilgung eine Kostenposition?

Nein. Tilgung ist Vermögensumschichtung — du tauschst Geld gegen wachsenden Eigentumsanteil am Haus. Kosten sind Zinsen, Nebenkosten und Instandhaltung. Deshalb vergleicht dieser Rechner Vermögen — nicht nur Ausgaben. Wer nur monatliche Raten vergleicht, kommt zu falschen Schlüssen.

Was wenn der Mieter das ETF-Geld doch nicht anlegt?

Dann schlägt Kaufen rechnerisch fast immer — weil der Kaufzwang als Spar-Disziplin wirkt. Das ist ein realer Vorteil von Wohneigentum: „erzwungenes Sparen“ nennen Finanzökonomen das. Statistisch legen nur ~20–30 % der deutschen Mieter die Differenz systematisch an. Im Rechner kannst du die ETF-Rendite auf 0 % setzen um dieses Szenario zu simulieren.

Welche ETF-Rendite soll ich ansetzen?

Historisch (MSCI World, 1970–2024): ~9 % nominal, ~6 % real nach Inflation. Für eine konservative Berechnung: 5–6 % nominal. Für einen Stress-Test: 3–4 %. Wichtig: Nach Abgeltungsteuer (25 %) und Inflation von ~2 % sinkt die reale Nachsteuer-Rendite auf ~3,5–5 %. Das beeinflusst den Break-even erheblich — im Rechner immer eine konservative Variante durchrechnen.

Hat die Zinswende 2022 die Mieten-vs-Kaufen-Entscheidung verändert?

Massiv. 2021: Bauzinsen bei ~1 %, KPF 30 in München → monatliche Rate für 400k (20 % EK, 1 %) ≈ 1.060 €. 2024: Zinsen bei ~3,5–4 %, gleiche Immobilie → Rate ≈ 1.680 €. Gleichzeitig: Immobilienpreise in vielen Städten um 10–20 % gefallen. Ergebnis: Kaufpreisfaktor gesunken, aber Finanzierungskosten gestiegen — der Break-even hat sich in vielen Märkten kaum verbessert. In strukturschwachen Regionen (KPF <20) hat sich die Situation durch die Preiskorrektur dagegen für Käufer verbessert.

Warum sind Kaufnebenkosten so entscheidend für den Break-even?

Kaufnebenkosten (8–12 % des Kaufpreises) sind einmalige Kosten die sofort verloren sind — sie können nicht weiterverkauft werden. Sie verzögern den Break-even direkt: 48.000 € NK bei einer 400k-Immobilie müssen erst durch Wertsteigerung und gesparte Miete ausgeglichen werden, bevor Kaufen vorteilhafter wird. Wer in 5 Jahren wieder umzieht, hat diese Kosten nicht amortisiert. Faustregel: Unter 7 Jahren Haltedauer lohnt Kaufen fast nie rein finanziell.

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Vertrauen Sie unserer Expertise

Daniel Niedermayer

Daniel Niedermayer

Geschäftsführer, Fixrechner.de

Zuletzt geprüft: April 2026

Unsere Methodik

Das Rechenmodell folgt dem Industriestandard: Vermögensvergleich zwischen Käufer (Immobilienwert − Restschuld) und Mieter (ETF-Vermögen aus EK + Differenz). Kaufnebenkosten werden nach Bundesland exakt berechnet. Annuität wird korrekt als konstante Zahlung aus Zins + Tilgung berechnet.

Mehr zur Methodik

4,9 von 5 Sternen

Basierend auf über 2.341 echten Nutzerbewertungen

Nutzerbefragung auf fixrechner.de, April 2026

Daniel G.

Endlich ein Rechner der den ETF-Vergleich einbezieht. Das ist der entscheidende Punkt, den andere Rechner weglassen.

Matthias R.

Finanzplaner

Sabine K.

Die Bundesland-Unterscheidung für Kaufnebenkosten macht einen riesigen Unterschied. Sehr hilfreich für unsere Kaufentscheidung!

Sabine K.

Agentur-Geschäftsführerin

Jeremiah H.

Das Break-even-Jahr explizit zu sehen hat mir die Augen geöffnet. In meiner Stadt lohnt sich Kaufen erst nach 18 Jahren.

Jeremiah H.

Ingenieur

Fixrechner.de steht für präzise, ehrliche Online-Berechnungen – „Alles ist berechenbar“. Der Mieten-vs-Kaufen-Rechner ist einer der wenigen deutschen Rechner, der das korrekte Vermögensvergleichsmodell verwendet.

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Letzte Aktualisierung: April 2026