Elterngeld-Rechner: Basis-Elterngeld, ElterngeldPlus & Partnerschaftsbonus berechnen
Nettoeinkommen und Zuschläge eingeben – monatliche Leistung, Gesamtsumme und Strategievergleich sofort sehen
Wie viel Elterngeld bekomme ich – und lohnt sich ElterngeldPlus oder der Partnerschaftsbonus in unserer Situation? Dieser Rechner berechnet alle drei Varianten auf Basis deines Nettoeinkommens, zeigt Mindest- und Höchstbeträge inklusive Geschwisterbonus und Mehrlingszuschlag – und liefert direkt einen Strategievergleich: Wann ist Basis besser, wann Plus?
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Elterngeld richtig planen: Höhe, Varianten und typische Fehler
Du willst wissen, wie viel Elterngeld du voraussichtlich bekommst – und welche Variante sich für eure Situation wirklich lohnt? Hier findest du die wichtigsten Regeln mit konkreten Eurobeträgen, durchgerechnete Beispiele für typische Einkommensklassen und eine klare Entscheidungslogik für Basis-Elterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus.
Kurzüberblick: Das entscheidet über deine Elterngeld-Höhe
Hinweis: Dieser Rechner liefert eine praxisnahe Orientierung auf Basis vereinfachter Berechnungslogik. Verbindlich entscheidet immer die zuständige Elterngeldstelle nach § 2 BEEG.
Elterngeld 2026: Was die neue Bundesregierung plant – und was das für dich bedeutet
Seit der Einführung des Elterngelds im Jahr 2007 sind Mindest- (300 €) und Höchstbetrag (1.800 €) unverändert geblieben – während die Verbraucherpreise seither um über 45 Prozent gestiegen sind. Das Elterngeld hat damit real massiv an Kaufkraft verloren.
Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vom April 2025 sieht nun erstmals seit 18 Jahren Anpassungen vor. Die wichtigsten Vorhaben im Überblick:
| Vorhaben | Was geplant ist | Was das konkret bedeuten könnte |
|---|---|---|
| Mindest- & Höchstbetrag anheben | Beide Beträge sollen „spürbar“ erhöht werden – erstmals seit 2007 | Familienbund der Katholiken fordert Mindestbetrag von 300 → 500 €. Für 14 Monate wären das +2.800 € mehr Gesamtleistung. |
| Lohnersatzrate erhöhen | Höhere Ersatzraten für Partnermonate geplant, um Väterbeteiligung zu stärken | Bei Netto 2.000 € und 67 % statt 65 %: +26 € / Monat – über 14 Monate +364 € |
| Einkommensgrenze rauf | Aktuell 175.000 € (Paare) – soll wieder angehoben werden | Ca. 30.000 Familien jährlich betroffen, die derzeit keinen Anspruch haben |
| Elterngeld für Pflegeeltern | Neu: Pflegeeltern sollen erstmals Elterngeld erhalten können | Bisher vollständig ausgeschlossen – Gleichstellung mit leiblichen Eltern |
| Flexiblerer Bemessungszeitraum für Selbstständige | Wählbarer Bemessungszeitraum statt Pflicht-12-Monate | Weniger Benachteiligung bei unregelmäßigem Einkommen |
Basis-Elterngeld vs. ElterngeldPlus: Welche Variante passt zu dir?
| Situation | Empfehlung | Konkreter Vorteil |
|---|---|---|
| Du pausierst komplett und willst maximale Monatsleistung in den ersten 12–14 Monaten | Basis-Elterngeld | Bei 2.500 € Netto: ~1.625 € / Monat für 12 Monate = 19.500 € Gesamtleistung |
| Du willst länger planen und kehrst in Teilzeit zurück | ElterngeldPlus | Hälfte pro Monat (~812 €), aber 24 Monate statt 12 = gleiche Gesamtsumme bei mehr Flexibilität |
| Ihr wollt beide parallel zwischen 25–30 Stunden / Woche in Teilzeit | Partnerschaftsbonus | Zusätzliche 4 ElterngeldPlus-Monate je Elternteil – bis zu ~7.200 € mehr Gesamtleistung |
| Hohes Einkommen (Netto über 2.770 €) – Deckelung greift | Basis als Benchmark | Bei Netto 2.770 € wird 1.800 € erreicht – darüber steigt das Elterngeld nicht mehr. ElterngeldPlus dann maximal 900 €. |
Mindest- und Höchstbeträge mit konkreten Einkommensbeispielen
Die Beträge im Rechner hängen direkt vom Nettoeinkommen ab. Diese Tabelle zeigt, welche Monatsleistung bei typischen Einkommenshöhen zu erwarten ist:
| Nettoeinkommen / Monat | Ersatzrate | Basis-Elterngeld / Monat | ElterngeldPlus / Monat |
|---|---|---|---|
| 800 € (Minijob / Teilzeit) | ~100 % | 800 € (Mindest: 300 €) | 400 € |
| 1.500 € | ~67 % | 1.005 € | 502 € |
| 2.000 € | ~65 % | 1.300 € | 650 € |
| 2.500 € | 65 % | 1.625 € | 812 € |
| 2.770 € und mehr | 65 % (gedeckelt) | 1.800 € (Maximum) | 900 € (Maximum) |
- Geschwisterbonus: +10 % auf das berechnete Elterngeld, mindestens +75 € (Basis) bzw. +37,50 € (Plus) – gilt wenn ein weiteres Kind unter 3 Jahren oder zwei Kinder unter 6 Jahren im Haushalt leben
- Mehrlingszuschlag: +300 € (Basis) bzw. +150 € (Plus) je weiterem Mehrlingskind – erhöht auch die Mindestbeträge
- Kombination: Zuschläge können den Höchstbetrag von 1.800 € überschreiten – bei Zwillingen mit Geschwisterbonus sind bis zu 2.175 € Basis-Elterngeld möglich
Quelle: § 2 BEEG, § 2a BEEG (Geschwisterbonus), § 2b BEEG (Mehrlinge). Stand: 2024.
So nutzt du den Rechner in 90 Sekunden richtig
- Nettoeinkommen eingeben: Monatsdurchschnitt der letzten 12 Monate vor Geburt – ohne Monate mit Mutterschutzlohn (die werden bei der Berechnung übersprungen). Lieber etwas konservativ schätzen.
- Variante wählen: Beginne mit Basis-Elterngeld als Benchmark. Dann ElterngeldPlus – sieh, wie sich Monatsbetrag und Gesamtsumme verschieben.
- Zuschläge aktivieren: Geschwisterbonus und/oder Mehrlingszuschlag, falls zutreffend. Das kann die Ergebnisse deutlich verändern.
- Gesamtsummen vergleichen: Nicht nur den Monatsbetrag anschauen – entscheidend ist die Gesamtleistung über alle Bezugsmonate.
- Bonus nur einplanen wenn Stunden realistisch sind: Partnerschaftsbonus setzt voraus, dass beide Elternteile 4 Monate lang je 25–30 Stunden / Woche arbeiten. Abweichungen führen zu Rückforderungen.
Häufige Fehler – und was sie konkret kosten können
- Lebensmonate statt Kalendermonate: Elterngeld wird nach Lebensmonaten des Kindes geplant, nicht nach Kalendermonaten. Ein Kind, das am 20. März geboren wird, hat seinen ersten Lebensmonat am 19. April – nicht am 31. März. Falsche Planung kostet bei Teilzeitrückkehr im falschen Monat bares Geld.
- Nettoeinkommen zu hoch geschätzt: Steuerklasse, Werbungskosten und Sozialabzüge beeinflussen das relevante Nettoeinkommen. Wer zu optimistisch kalkuliert, erlebt eine Überraschung beim Bescheid. Konservative Schätzung + Szenarienvergleich im Rechner schützt vor dem Schock.
- Partnerschaftsbonus-Stunden nicht eingehalten: Wer 32 statt 29 Stunden / Woche arbeitet, verliert den Bonus für den gesamten Monat. Das entspricht bei 800 € Plus-Leistung / Monat einem Verlust von 800–3.200 € je nach Dauer.
- Geschwisterbonus vergessen: Bei einem weiteren Kind unter 3 Jahren: +10 % auf das Elterngeld. Bei 1.625 € Basis: +162,50 € / Monat = +1.950 € über 12 Monate. Dieser Zuschlag wird nicht automatisch gewährt – er muss beantragt werden.
- Nur den Monatsbetrag vergleichen: ElterngeldPlus liefert die Hälfte pro Monat, aber doppelt so viele Monate. Wer nur die Monatssumme anschaut, wählt systematisch falsch.
Praxis-Beispiele mit vollständigen Beträgen
| Beispiel | Situation | Ergebnis |
|---|---|---|
| A | Netto 2.000 €, ein Elternteil pausiert 14 Monate komplett (inkl. 2 Partnermonate) | Basis: 1.300 € × 14 = 18.200 € Gesamtleistung |
| B | Netto 2.000 €, Rückkehr in Teilzeit ab Monat 7, ElterngeldPlus für 24 Monate | Plus: 650 € × 24 = 15.600 € – plus Teilzeiteinkommen ab Monat 7 |
| C | Netto 2.500 € je Elternteil, beide 4 Monate parallel Teilzeit (Partnerschaftsbonus) | Plus je: 812 € × 4 Bonusmonate = +3.248 € je Elternteil zusätzlich |
| D | Netto 1.800 €, Geschwisterbonus (Kind unter 3 Jahren im Haushalt), Basis 14 Monate | Basis 1.170 € + 10 % Bonus = 1.287 € × 14 = 18.018 € Gesamtleistung |
| E | Netto 2.500 €, Zwillinge (Mehrlingszuschlag), Basis 14 Monate | 1.625 € + 300 € Zuschlag = 1.925 € × 14 = 26.950 € Gesamtleistung |
Tipp: Berechne immer zuerst Basis als Benchmark – dann siehst du sofort, ob Plus/Bonus für eure Situation ein echtes Upgrade ist.
FAQ zum Elterngeld
Wie hoch ist das Elterngeld bei 2.000 € Netto?
Bei 2.000 € Netto gilt die Standardersatzrate von 65 %: Basis-Elterngeld ~1.300 € / Monat, ElterngeldPlus ~650 € / Monat. Über 14 Basis-Monate ergibt das 18.200 € Gesamtleistung. Mit ElterngeldPlus sind es 650 € × 28 Monate (14 × 2) = 18.200 € – gleiche Summe, doppelter Zeitraum. Bei niedrigerem Netto (unter 1.240 €) steigt die Ersatzrate schrittweise bis auf 100 %.
Ist ElterngeldPlus immer besser?
Nein. ElterngeldPlus lohnt sich, wenn du während des Bezugs in Teilzeit arbeitest: Du bekommst dann Teilzeiteinkommen plus ElterngeldPlus – beides parallel. Wer vollständig pausiert, bekommt mit Basis-Elterngeld mehr pro Monat bei gleicher Gesamtsumme. Entscheidend ist deshalb dein Teilzeitplan, nicht die Variante allein.
Was ist der Partnerschaftsbonus genau?
Zusätzlich 4 ElterngeldPlus-Monate je Elternteil, wenn beide mindestens 4 Monate lang gleichzeitig zwischen 25 und 30 Stunden / Woche in Teilzeit arbeiten. Voraussetzung: Beide müssen gleichzeitig anspruchsberechtigt sein. Bei Netto 2.500 € je Elternteil: +812 € × 4 Monate = 3.248 € extra je Elternteil. Wichtig: Abweichungen über oder unter dem Stundenkorridor führen zu Rückforderungen für den gesamten Monat.
Welche Rolle spielen Geschwisterbonus und Mehrlingszuschlag?
Der Geschwisterbonus erhöht das Elterngeld um 10 %, mindestens 75 € (Basis), wenn ein weiteres Kind unter 3 Jahren oder zwei weitere Kinder unter 6 Jahren im Haushalt leben. Bei 1.300 € Basis bedeutet das +130 € / Monat, über 14 Monate +1.820 € Gesamtvorteil. Der Mehrlingszuschlag beträgt 300 € (Basis) bzw. 150 € (Plus) je weiterem Mehrlingskind und kann den Höchstbetrag von 1.800 € überschreiten. Beide Zuschläge müssen aktiv beantragt werden.
Empfehlenswerte nächste Schritte
- Geburtstermin-Rechner (Errechneter Termin, Zeitfenster und Mutterschutzfristen planen)
- Arbeitstage berechnen (Elternzeit-Übergang, Teilzeit-Stundenplan und Urlaubsplanung)
- 50-30-20-Regel-Rechner (Budget für die Elterngeld-Monate neu aufsetzen)
- 70-20-10-Budgetrechner (Cashflow-Planung mit reduziertem Einkommen während Elternzeit)
- Monatliches Sparpotenzial (Fixkostencheck: damit das Elterngeld tatsächlich reicht)
- Sparziel-Rechner (Rücklage für Babykosten und Sicherheitspuffer vor Geburt planen)
- Inflationsrechner (Kaufkraft des Elterngelds über längere Bezugsdauer einordnen)
Mini-Checkliste für deine Elterngeld-Planung
- Netto-Durchschnitt der letzten 12 Monate realistisch ermitteln – Mutterschutzmonate ausschließen.
- Basis-Elterngeld als Benchmark berechnen, dann ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus dagegen testen.
- Geschwisterbonus und Mehrlingszuschlag prüfen – aktiv beantragen, nicht automatisch.
- Teilzeit-Stundenkorridor für den Partnerschaftsbonus realistisch festlegen (25–30 h/Woche, beide Eltern).
- Planung in Lebensmonaten denken, nicht in Kalendermonaten.
- Gesamtleistung über alle Monate vergleichen – nicht nur den Monatsbetrag.
Vertrauen Sie unserer Expertise

Daniel Niedermayer
Geschäftsführer
04. März 2026Verwendete Quellen
Unsere Methodik
Dieser Rechner bildet die gängigen Regeln zur Elterngeld-Höhe nach: Ersatzrate abhängig vom Nettoeinkommen, Mindest- und Höchstbeträge sowie Zuschläge (Geschwisterbonus/Mehrlingszuschlag). Die Ergebnisse dienen als unverbindliche Orientierung.
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Letzte Aktualisierung: 04. März 2026


