Elterngeld-Rechner: Basis-Elterngeld, ElterngeldPlus & Partnerschaftsbonus berechnen

Nettoeinkommen und Zuschläge eingeben – monatliche Leistung, Gesamtsumme und Strategievergleich sofort sehen

Wie viel Elterngeld bekomme ich – und lohnt sich ElterngeldPlus oder der Partnerschaftsbonus in unserer Situation? Dieser Rechner berechnet alle drei Varianten auf Basis deines Nettoeinkommens, zeigt Mindest- und Höchstbeträge inklusive Geschwisterbonus und Mehrlingszuschlag – und liefert direkt einen Strategievergleich: Wann ist Basis besser, wann Plus?

👶 Elterngeld-Rechner
Wählen Sie die Elterngeld-Variante, die Sie berechnen möchten.
Durchschnitt der letzten 12 Monate vor der Geburt.
Kann einen Geschwisterbonus auslösen (vereinfacht als „Ja/Nein“).
Mehrlingszuschlag: +300 € je weiterem Mehrlings-Kind (hier vereinfacht als „Ja“ = +300 €).
Basis-Elterngeld beträgt i. d. R. 65–67% des Nettoeinkommens (bei niedrigem Einkommen bis zu 100%), mindestens 300 € und höchstens 1.800 € pro Monat. ElterngeldPlus beträgt die Hälfte des Basis-Elterngelds (mindestens 150 €, höchstens 900 €) bei doppelter Bezugsdauer.

Ihre Elterngeld-Analyse

Monatliche Leistung & Gesamtauszahlung – übersichtlich aufgeschlüsselt

Monatliche Leistung (Basis-Elterngeld)

Ergebnisübersicht

Nettoeinkommen
Ersatzrate
Grundbetrag
Geschwisterbonus
Mehrlingszuschlag
Bezugsdauer (max.)
Monatliche Gesamtleistung
Gesamtauszahlung (max.)

Visualisierung

Elterngeld richtig planen: Höhe, Varianten und typische Fehler

Du willst wissen, wie viel Elterngeld du voraussichtlich bekommst – und welche Variante sich für eure Situation wirklich lohnt? Hier findest du die wichtigsten Regeln mit konkreten Eurobeträgen, durchgerechnete Beispiele für typische Einkommensklassen und eine klare Entscheidungslogik für Basis-Elterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus.

Kurzüberblick: Das entscheidet über deine Elterngeld-Höhe

Bemessungsgrundlage
Durchschnittliches Nettoeinkommen der 12 Monate vor Geburt (Mutterschutzmonate werden übersprungen)
Ersatzrate
65 % des Nettoeinkommens (bei Netto unter 1.240 €: bis zu 100 %; bei Netto über 1.240 €: schrittweise auf 65 % sinkend)
Basis-Elterngeld
Mindestens 300 €, höchstens 1.800 € pro Monat – für 12 Monate (14 mit Partnermonaten)
ElterngeldPlus
Mindestens 150 €, höchstens 900 € pro Monat – dafür doppelt so viele Monate
Zuschläge
Geschwisterbonus +10 % (mind. 75 €), Mehrlingszuschlag +300 € / +150 € je weiteres Kind
Einkommensgrenze
Ab 300.000 € (Paar) bzw. 250.000 € (Alleinerziehende) zu versteuerndes Jahreseinkommen: kein Anspruch (seit April 2024)

Hinweis: Dieser Rechner liefert eine praxisnahe Orientierung auf Basis vereinfachter Berechnungslogik. Verbindlich entscheidet immer die zuständige Elterngeldstelle nach § 2 BEEG.

Elterngeld 2026: Was die neue Bundesregierung plant – und was das für dich bedeutet

Seit der Einführung des Elterngelds im Jahr 2007 sind Mindest- (300 €) und Höchstbetrag (1.800 €) unverändert geblieben – während die Verbraucherpreise seither um über 45 Prozent gestiegen sind. Das Elterngeld hat damit real massiv an Kaufkraft verloren.

Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vom April 2025 sieht nun erstmals seit 18 Jahren Anpassungen vor. Die wichtigsten Vorhaben im Überblick:

VorhabenWas geplant istWas das konkret bedeuten könnte
Mindest- & Höchstbetrag anhebenBeide Beträge sollen „spürbar“ erhöht werden – erstmals seit 2007Familienbund der Katholiken fordert Mindestbetrag von 300 → 500 €. Für 14 Monate wären das +2.800 € mehr Gesamtleistung.
Lohnersatzrate erhöhenHöhere Ersatzraten für Partnermonate geplant, um Väterbeteiligung zu stärkenBei Netto 2.000 € und 67 % statt 65 %: +26 € / Monat – über 14 Monate +364 €
Einkommensgrenze raufAktuell 175.000 € (Paare) – soll wieder angehoben werdenCa. 30.000 Familien jährlich betroffen, die derzeit keinen Anspruch haben
Elterngeld für PflegeelternNeu: Pflegeeltern sollen erstmals Elterngeld erhalten könnenBisher vollständig ausgeschlossen – Gleichstellung mit leiblichen Eltern
Flexiblerer Bemessungszeitraum für SelbstständigeWählbarer Bemessungszeitraum statt Pflicht-12-MonateWeniger Benachteiligung bei unregelmäßigem Einkommen
Wichtig: Alle Vorhaben stehen unter Finanzierungsvorbehalt und sind noch nicht in Kraft getreten. Mit konkreten Gesetzesänderungen ist frühestens 2026/2027 zu rechnen. Die aktuellen Beträge (300–1.800 €, 65 % Ersatzrate) gelten weiterhin unverändert. Dieser Rechner bildet die aktuelle Rechtslage ab – wir aktualisieren ihn, sobald Änderungen offiziell beschlossen sind.

Basis-Elterngeld vs. ElterngeldPlus: Welche Variante passt zu dir?

Die Entscheidung hängt von zwei Fragen ab: (1) Wie schnell brauchst du Liquidität? und (2) Planst du eine Rückkehr in Teilzeit während des Bezugs?
SituationEmpfehlungKonkreter Vorteil
Du pausierst komplett und willst maximale Monatsleistung in den ersten 12–14 MonatenBasis-ElterngeldBei 2.500 € Netto: ~1.625 € / Monat für 12 Monate = 19.500 € Gesamtleistung
Du willst länger planen und kehrst in Teilzeit zurückElterngeldPlusHälfte pro Monat (~812 €), aber 24 Monate statt 12 = gleiche Gesamtsumme bei mehr Flexibilität
Ihr wollt beide parallel zwischen 25–30 Stunden / Woche in TeilzeitPartnerschaftsbonusZusätzliche 4 ElterngeldPlus-Monate je Elternteil – bis zu ~7.200 € mehr Gesamtleistung
Hohes Einkommen (Netto über 2.770 €) – Deckelung greiftBasis als BenchmarkBei Netto 2.770 € wird 1.800 € erreicht – darüber steigt das Elterngeld nicht mehr. ElterngeldPlus dann maximal 900 €.

Mindest- und Höchstbeträge mit konkreten Einkommensbeispielen

Die Beträge im Rechner hängen direkt vom Nettoeinkommen ab. Diese Tabelle zeigt, welche Monatsleistung bei typischen Einkommenshöhen zu erwarten ist:

Nettoeinkommen / MonatErsatzrateBasis-Elterngeld / MonatElterngeldPlus / Monat
800 € (Minijob / Teilzeit)~100 %800 € (Mindest: 300 €)400 €
1.500 €~67 %1.005 €502 €
2.000 €~65 %1.300 €650 €
2.500 €65 %1.625 €812 €
2.770 € und mehr65 % (gedeckelt)1.800 € (Maximum)900 € (Maximum)
  • Geschwisterbonus: +10 % auf das berechnete Elterngeld, mindestens +75 € (Basis) bzw. +37,50 € (Plus) – gilt wenn ein weiteres Kind unter 3 Jahren oder zwei Kinder unter 6 Jahren im Haushalt leben
  • Mehrlingszuschlag: +300 € (Basis) bzw. +150 € (Plus) je weiterem Mehrlingskind – erhöht auch die Mindestbeträge
  • Kombination: Zuschläge können den Höchstbetrag von 1.800 € überschreiten – bei Zwillingen mit Geschwisterbonus sind bis zu 2.175 € Basis-Elterngeld möglich

Quelle: § 2 BEEG, § 2a BEEG (Geschwisterbonus), § 2b BEEG (Mehrlinge). Stand: 2024.

So nutzt du den Rechner in 90 Sekunden richtig

  1. Nettoeinkommen eingeben: Monatsdurchschnitt der letzten 12 Monate vor Geburt – ohne Monate mit Mutterschutzlohn (die werden bei der Berechnung übersprungen). Lieber etwas konservativ schätzen.
  2. Variante wählen: Beginne mit Basis-Elterngeld als Benchmark. Dann ElterngeldPlus – sieh, wie sich Monatsbetrag und Gesamtsumme verschieben.
  3. Zuschläge aktivieren: Geschwisterbonus und/oder Mehrlingszuschlag, falls zutreffend. Das kann die Ergebnisse deutlich verändern.
  4. Gesamtsummen vergleichen: Nicht nur den Monatsbetrag anschauen – entscheidend ist die Gesamtleistung über alle Bezugsmonate.
  5. Bonus nur einplanen wenn Stunden realistisch sind: Partnerschaftsbonus setzt voraus, dass beide Elternteile 4 Monate lang je 25–30 Stunden / Woche arbeiten. Abweichungen führen zu Rückforderungen.

Häufige Fehler – und was sie konkret kosten können

  • Lebensmonate statt Kalendermonate: Elterngeld wird nach Lebensmonaten des Kindes geplant, nicht nach Kalendermonaten. Ein Kind, das am 20. März geboren wird, hat seinen ersten Lebensmonat am 19. April – nicht am 31. März. Falsche Planung kostet bei Teilzeitrückkehr im falschen Monat bares Geld.
  • Nettoeinkommen zu hoch geschätzt: Steuerklasse, Werbungskosten und Sozialabzüge beeinflussen das relevante Nettoeinkommen. Wer zu optimistisch kalkuliert, erlebt eine Überraschung beim Bescheid. Konservative Schätzung + Szenarienvergleich im Rechner schützt vor dem Schock.
  • Partnerschaftsbonus-Stunden nicht eingehalten: Wer 32 statt 29 Stunden / Woche arbeitet, verliert den Bonus für den gesamten Monat. Das entspricht bei 800 € Plus-Leistung / Monat einem Verlust von 800–3.200 € je nach Dauer.
  • Geschwisterbonus vergessen: Bei einem weiteren Kind unter 3 Jahren: +10 % auf das Elterngeld. Bei 1.625 € Basis: +162,50 € / Monat = +1.950 € über 12 Monate. Dieser Zuschlag wird nicht automatisch gewährt – er muss beantragt werden.
  • Nur den Monatsbetrag vergleichen: ElterngeldPlus liefert die Hälfte pro Monat, aber doppelt so viele Monate. Wer nur die Monatssumme anschaut, wählt systematisch falsch.

Praxis-Beispiele mit vollständigen Beträgen

BeispielSituationErgebnis
ANetto 2.000 €, ein Elternteil pausiert 14 Monate komplett (inkl. 2 Partnermonate)Basis: 1.300 € × 14 = 18.200 € Gesamtleistung
BNetto 2.000 €, Rückkehr in Teilzeit ab Monat 7, ElterngeldPlus für 24 MonatePlus: 650 € × 24 = 15.600 € – plus Teilzeiteinkommen ab Monat 7
CNetto 2.500 € je Elternteil, beide 4 Monate parallel Teilzeit (Partnerschaftsbonus)Plus je: 812 € × 4 Bonusmonate = +3.248 € je Elternteil zusätzlich
DNetto 1.800 €, Geschwisterbonus (Kind unter 3 Jahren im Haushalt), Basis 14 MonateBasis 1.170 € + 10 % Bonus = 1.287 € × 14 = 18.018 € Gesamtleistung
ENetto 2.500 €, Zwillinge (Mehrlingszuschlag), Basis 14 Monate1.625 € + 300 € Zuschlag = 1.925 € × 14 = 26.950 € Gesamtleistung

Tipp: Berechne immer zuerst Basis als Benchmark – dann siehst du sofort, ob Plus/Bonus für eure Situation ein echtes Upgrade ist.

FAQ zum Elterngeld

Wie hoch ist das Elterngeld bei 2.000 € Netto?

Bei 2.000 € Netto gilt die Standardersatzrate von 65 %: Basis-Elterngeld ~1.300 € / Monat, ElterngeldPlus ~650 € / Monat. Über 14 Basis-Monate ergibt das 18.200 € Gesamtleistung. Mit ElterngeldPlus sind es 650 € × 28 Monate (14 × 2) = 18.200 € – gleiche Summe, doppelter Zeitraum. Bei niedrigerem Netto (unter 1.240 €) steigt die Ersatzrate schrittweise bis auf 100 %.

Ist ElterngeldPlus immer besser?

Nein. ElterngeldPlus lohnt sich, wenn du während des Bezugs in Teilzeit arbeitest: Du bekommst dann Teilzeiteinkommen plus ElterngeldPlus – beides parallel. Wer vollständig pausiert, bekommt mit Basis-Elterngeld mehr pro Monat bei gleicher Gesamtsumme. Entscheidend ist deshalb dein Teilzeitplan, nicht die Variante allein.

Was ist der Partnerschaftsbonus genau?

Zusätzlich 4 ElterngeldPlus-Monate je Elternteil, wenn beide mindestens 4 Monate lang gleichzeitig zwischen 25 und 30 Stunden / Woche in Teilzeit arbeiten. Voraussetzung: Beide müssen gleichzeitig anspruchsberechtigt sein. Bei Netto 2.500 € je Elternteil: +812 € × 4 Monate = 3.248 € extra je Elternteil. Wichtig: Abweichungen über oder unter dem Stundenkorridor führen zu Rückforderungen für den gesamten Monat.

Welche Rolle spielen Geschwisterbonus und Mehrlingszuschlag?

Der Geschwisterbonus erhöht das Elterngeld um 10 %, mindestens 75 € (Basis), wenn ein weiteres Kind unter 3 Jahren oder zwei weitere Kinder unter 6 Jahren im Haushalt leben. Bei 1.300 € Basis bedeutet das +130 € / Monat, über 14 Monate +1.820 € Gesamtvorteil. Der Mehrlingszuschlag beträgt 300 € (Basis) bzw. 150 € (Plus) je weiterem Mehrlingskind und kann den Höchstbetrag von 1.800 € überschreiten. Beide Zuschläge müssen aktiv beantragt werden.

Empfehlenswerte nächste Schritte

Mini-Checkliste für deine Elterngeld-Planung

  • Netto-Durchschnitt der letzten 12 Monate realistisch ermitteln – Mutterschutzmonate ausschließen.
  • Basis-Elterngeld als Benchmark berechnen, dann ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus dagegen testen.
  • Geschwisterbonus und Mehrlingszuschlag prüfen – aktiv beantragen, nicht automatisch.
  • Teilzeit-Stundenkorridor für den Partnerschaftsbonus realistisch festlegen (25–30 h/Woche, beide Eltern).
  • Planung in Lebensmonaten denken, nicht in Kalendermonaten.
  • Gesamtleistung über alle Monate vergleichen – nicht nur den Monatsbetrag.

Vertrauen Sie unserer Expertise

Daniel Niedermayer

Daniel Niedermayer

Geschäftsführer

04. März 2026

Unsere Methodik

Dieser Rechner bildet die gängigen Regeln zur Elterngeld-Höhe nach: Ersatzrate abhängig vom Nettoeinkommen, Mindest- und Höchstbeträge sowie Zuschläge (Geschwisterbonus/Mehrlingszuschlag). Die Ergebnisse dienen als unverbindliche Orientierung.

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4,9 von 5 Sternen

Basierend auf über 1.893 echten Nutzerbewertungen

Ergebnisse einer umfassenden Nutzerbefragung auf unserer Website im April 2025

Daniel G.

Die Qualität der Rechner ist enorm, und das kostenlos. Besten Dank.

Daniel G.

Head of Sales & Business Development

Sabine K.

Neben den Rechnern für den Arbeitsalltag finde ich auch die rund um die eigene Finanzplanung sehr hilfreich.

Sabine K.

Agentur Geschäftsführerin

Jeremiah H.

Ich schätze die Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit dieser Rechner sehr.

Jeremiah H.

 

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Letzte Aktualisierung: 04. März 2026