Notarkosten-Rechner 2026: Notar und Grundbuch beim Immobilienkauf

Was kosten Notar und Grundbuchamt beim Hauskauf? Der Rechner ermittelt jede Gebühr einzeln nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG, Tabelle B): Beurkundung des Kaufvertrags, Vollzug und Betreuung, Grundschuld für die Finanzierung, Eintragung von Eigentum, Vormerkung und Grundschuld, mit Umsatzsteuer. So prüfen Sie die Rechnung und sehen, welche Posten von der Finanzierung abhängen.

Geprüft von der Redaktion fixrechner.de, Stand 28. Oktober 2026. Quellen am Seitenende.

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Wie Notar- und Grundbuchkosten entstehen

Notare dürfen ihre Gebühren nicht frei verhandeln: Sie ergeben sich aus dem Gerichts- und Notarkostengesetz, abhängig vom Geschäftswert und einem festen Gebührensatz. Basis ist die Tabelle B des GNotKG. Für den Kaufvertrag zählt der Kaufpreis, für die Grundschuld ihr Nennbetrag. Beim Grundbuchamt fallen eigene Gebühren an, ohne Umsatzsteuer.

PostenSatzWert
Beurkundung Kaufvertrag (KV 21100)2,0Kaufpreis
Vollzug, z. B. Einholen von Genehmigungen und Löschungsunterlagen (KV 22110)0,5Kaufpreis
Betreuung, z. B. Fälligkeitsmitteilung (KV 22200)0,5Kaufpreis
Erzeugung strukturierter XML-Daten für Grundbuch und Register (KV 22114, höchstens 250 €)0,3Kaufpreis
Beurkundung Grundschuld mit Zwangsvollstreckungsunterwerfung (KV 21200)1,0Grundschuld
Grundbuch: Eigentumsumschreibung (KV 14110)1,0Kaufpreis
Grundbuch: Auflassungsvormerkung (KV 14150)0,5Kaufpreis
Grundbuch: Eintragung Grundschuld (KV 14121)1,0Grundschuld

Hinzu kommen Auslagen (Dokumentenpauschale, elektronischer Grundbuchabruf, Post und Telekommunikation, meist 20 bis 200 €), Vollzugsgebühren für Treuhandaufträge oder die Löschung alter Belastungen. Faustregel: Notar und Grundbuch kosten zusammen rund 1,5 bis 2 % des Kaufpreises.

Sparen bei den Kaufnebenkosten

  • Bewegliche Gegenstände herausrechnen: Einbauküche, Möbel oder Markise gesondert und realistisch im Vertrag ausweisen. Sie mindern die Grunderwerbsteuer; Notar- und Grundbuchgebühren bemessen sich aber am vollen Kaufpreis.
  • Grundschuld richtig bemessen: nicht höher als nötig eintragen lassen, ihr Wert treibt Notar- und Grundbuchgebühr.
  • Steuern: Bei vermieteten Immobilien gehören Notar- und Grundbuchkosten für den Kauf zu den Anschaffungskosten und werden mit dem Gebäude abgeschrieben; die Kosten der Grundschuld sind sofort als Werbungskosten abziehbar.

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Notarkosten bei 400.000 € Kaufpreis?

Für den Kaufvertrag mit Vollzug, Betreuung und XML-Daten rund 3.170 € inklusive Auslagen und Umsatzsteuer, mit einer Grundschuld über 320.000 € zusammen rund 3.940 €. Dazu kommen rund 1.810 € Grundbuchkosten, zusammen also rund 5.750 € oder 1,4 % des Kaufpreises.

Wer zahlt den Notar beim Hauskauf?

Gesetzlich haften Käufer und Verkäufer gemeinsam, im Kaufvertrag übernimmt aber fast immer der Käufer die Notar- und Grundbuchkosten. Die Kosten für das Löschen alter Grundschulden trägt üblicherweise der Verkäufer.

Kann man Notarkosten verhandeln?

Nein. Die Gebühren sind gesetzlich festgelegt, Rabatte sind Notaren verboten. Sie können die Kosten nur über die Gestaltung beeinflussen, etwa über die Höhe der Grundschuld.

Passende Rechner

Quellen: Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG), § 34 und Tabelle B, Kostenverzeichnis Nr. 14110, 14121, 14150, 21100, 21200, 22110, 22114, 22200, Steuerschroeder: Notarkosten 2026 nach GNotKG (Tabellenwerte).

Erstellt und geprüft von der Redaktion fixrechner.de (so prüfen wir). Zuletzt aktualisiert am 28. Oktober 2026. Die Berechnung erfolgt ausschließlich in Ihrem Browser. Hinweis: Die Ergebnisse sind unverbindliche Orientierungswerte ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität. Sie ersetzen keine individuelle Beratung durch Steuerberater, Rechtsanwalt, Arzt oder andere Fachleute; maßgeblich sind allein Bescheide, Verträge und Auskünfte der zuständigen Stellen. Mehr im Haftungshinweis.