Steuerbeträge exakt kalkulieren – in Sekunden, ohne Taschenrechner
Unser kostenloser Mehrwertsteuer-Rechner hilft Ihnen dabei, Brutto- oder Nettobeträge in Echtzeit zu berechnen. Ob für Rechnungen, Preisvergleiche oder Steuererklärungen – einfach Betrag eingeben, Steuersatz wählen und sofort Ergebnisse erhalten. Keine Rechenfehler mehr.
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Hinweis: Geben Sie den Betrag ein und wählen Sie, ob es sich um Netto, Brutto oder nur die MwSt. handelt. Der Rechner erledigt den Rest automatisch.
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🧠 Grundlagen der Mehrwertsteuer – einfach erklärt
Die Mehrwertsteuer (MwSt.) gehört zu den wichtigsten Steuern im Alltag und in der Buchhaltung. Sie wird auf nahezu alle Waren und Dienstleistungen erhoben und von Unternehmen an das Finanzamt abgeführt. Verbraucher:innen zahlen die Steuer im Endpreis mit, Unternehmen können die gezahlte Vorsteuer wieder abziehen. Unser Mehrwertsteuer-Rechner hilft dabei, Brutto- und Nettobeträge schnell, präzise und ohne Taschenrechner zu berechnen.
📌 Unterschied zwischen Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer
Oft werden die Begriffe Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer synonym verwendet. Juristisch korrekt ist der Begriff Umsatzsteuer (§1 UStG). Die Mehrwertsteuer bezeichnet die Form, in der die Umsatzsteuer für Endverbraucher sichtbar wird – also der prozentuale Aufschlag auf den Nettopreis.
💡 Netto, Brutto und MwSt. – die Basics
Netto: Preis ohne Steuer
Mehrwertsteuer: Steuerbetrag (z. B. 19 % oder 7 %)
Brutto: Endpreis inklusive Steuer
Beispiel: Ein Laptop kostet 1.000 € netto. Bei 19 % MwSt. ergibt sich ein Aufschlag von 190 €. Der Brutto-Endpreis beträgt also 1.190 €.
Die Mehrwertsteuer gibt es in fast allen Ländern – allerdings mit unterschiedlichen Namen und Sätzen. In den USA wird z. B. eine Sales Tax erhoben, die je nach Bundesstaat variiert. In der EU gibt es Mindeststandards, aber jedes Land hat eigene Steuersätze.
Land
Standard-Satz
Ermäßigt
Besonderheiten
Deutschland 🇩🇪
19 %
7 %
Bücher, Lebensmittel
Österreich 🇦🇹
20 %
10 %, 13 %
Tourismus & Hotellerie
Frankreich 🇫🇷
20 %
10 %, 5,5 %
Kultur & Lebensmittel
Schweiz 🇨🇭
7,7 %
2,5 %
Export steuerfrei
USA 🇺🇸
0–12 %
regional verschieden
Sales Tax, kein landesweiter Satz
🏢 Praxis: So wenden Unternehmer, Freelancer & Privatpersonen die MwSt. korrekt an
Die korrekte Anwendung der Mehrwertsteuer hängt davon ab, wer verkauft, was verkauft wird und wohin geliefert oder geleistet wird. Die folgenden Szenarien decken 90 % der Praxisfälle ab – inkl. Faustregeln, Beispielen und Checklisten.
1) B2C in Deutschland (Endkund:innen)
Regelsatz 19 % für die meisten Waren & Dienstleistungen (z. B. Elektronik, Beratung, Softwarelizenzen).
Ermäßigt 7 % u. a. für Bücher, Lebensmittel (ohne Luxusanteil), Zeitungen, bestimmte Kulturleistungen.
Rechnungspflicht: Bei Privatkund:innen ist ein Kleinbetrag bis 250 € vereinfachbar; darüber gelten vollständige Rechnungsangaben (§ 14 UStG).
Praxisbeispiel: Du verkaufst einen Kopfhörer für 100 € netto → MwSt. 19 € → Brutto 119 €. Nutze zur Gegenprüfung den Mehrwertsteuer-Rechner.
2) B2B in Deutschland (Unternehmen ↔ Unternehmen)
MwSt. ausweisen (i. d. R. 19 % bzw. 7 %) → Käufer:in kann Vorsteuer abziehen, sofern alle Pflichtangaben korrekt sind.
Differenzbesteuerung (z. B. Gebrauchtwaren) nur bei Vorliegen der Voraussetzungen, MwSt. dann nicht separat ausweisen.
3) Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG)
Keine MwSt.-Erhebung & kein Ausweis auf Rechnungen, dafür kein Vorsteuerabzug.
Schwellenwerte (maßgeblich für die Anwendung): maßgebliche Vorjahres-/laufende Jahresumsätze (gesetzlich geregelt). Bei Überschreiten → Regelbesteuerung ab Folgezeitpunkt.
Pflicht-Hinweis auf der Rechnung, z. B.: „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“
4) EU-Lieferungen & -Leistungen (kurz & knackig)
B2B, innergemeinschaftliche Lieferung (Waren): i. d. R. steuerfrei in DE, wenn USt-IdNr. des Kunden geprüft und Warenbewegung nachweisbar ist (zusätzliche Nachweise/ZS-Meldung).
B2B, sonstige Leistungen in die EU: häufig Reverse-Charge im Empfängerland → Rechnung ohne MwSt., Hinweis auf Reverse-Charge & USt-IdNr. beider Parteien.
B2C, Fernverkauf (Online-Shop): i. d. R. MwSt. des Ziellandes ab EU-Schwelle → OSS (One-Stop-Shop) nutzen.
5) Drittland (Schweiz, UK, USA, …)
Warenexporte: in DE meist steuerfrei (Ausfuhrnachweis erforderlich). Im Bestimmungsland können Einfuhrumsatzsteuer/Zölle anfallen.
Digitale Leistungen B2C: häufig Lokalisierung der Steuer im Wohnsitzstaat (lokale Registrierungen/Portale nötig).
Rechenhilfe international: Wähle im Rechner 7,7 % (CH), 20 % (AT), 21 % (ES) oder individuellen Satz.
USt-IdNr. des Kunden geprüft (VIES-Abfrage dokumentieren)
Rechnung ohne MwSt., Hinweis auf „Reverse-Charge“
Eigene USt-IdNr. + USt-IdNr. des Kunden auf der Rechnung
In Zusammenfassender Meldung (ZM) angeben (falls erforderlich)
Checkliste: Kleinunternehmer
Umsatzgrenzen im Blick behalten (maßgebliche Schwellen)
Kein MwSt.-Ausweis, Pflicht-Hinweis § 19 UStG
Preispsychologie beachten (Brutto = Netto für Endkunden)
Wechsel in Regelbesteuerung rechtzeitig planen (Preise, Vorsteuer, Tools)
🧮 Mini-Workflows: Schnelle Routinen für den Alltag
„Brutto → Netto in 5 Sekunden“ 1) Bruttobetrag & Steuersatz in den Mehrwertsteuer-Rechner eingeben → 2) Netto & MwSt. ablesen → 3) Wert in Angebot/Rechnung übernehmen.
„Netto-Zielpreis mit MwSt.“ 1) Ziel-Netto & Steuersatz eingeben → 2) Brutto-Endpreis prüfen → 3) bei Bedarf MwSt./Marge testweise variieren (z. B. mit Rendite-/Zins-Tools zur Opportunitätskosten-Abwägung).
🔗 Nützliche Fixrechner-Tools, die perfekt andocken
Neben Standardfällen gibt es zahlreiche Ausnahmen, die für Unternehmer:innen schnell relevant werden. Diese Sonderregeln sind entscheidend für die korrekte Besteuerung und können bares Geld sparen – oder Fehler und Strafen vermeiden.
📚 Ermäßigter Steuersatz (7 % in Deutschland)
Bücher, Zeitungen, Zeitschriften (sofern nicht überwiegend Werbung enthalten ist)
Lebensmittel (Grundnahrungsmittel, aber z. B. Kaviar = 19 %)
Kunstwerke, Eintritt zu Museen oder Theatern
Übernachtungen (Hotelumsätze: 7 %, aber Frühstück/Extras = 19 %)
Für Wiederverkäufer von Gebrauchtwaren (z. B. Autohändler, Antiquitäten, Elektronik-Refurbisher).
Nur die Marge wird mit MwSt. belastet, nicht der volle Verkaufspreis.
Auf Rechnungen: Hinweis „Differenzbesteuerung nach § 25a UStG“.
🏠 Immobilien & Bauleistungen
Bauleistungen können unter Reverse-Charge fallen (Leistungsempfänger schuldet MwSt.).
Vermietung von Wohnungen ist grundsätzlich steuerfrei, Option zur Steuerpflicht möglich (bei Vorsteuerabzug sinnvoll).
Gewerbliche Vermietung: oft 19 % MwSt., wenn zur Umsatzsteuer optiert.
🎭 Kulturbereich
Eintrittskarten für Theater, Museen, Konzerte: meist 7 %.
Streaming-Dienste, digitale Inhalte: i. d. R. 19 % (B2C) oder Reverse-Charge (B2B).
🌍 OSS & IOSS (One-Stop-Shop)
OSS: Für EU-weite B2C-Fernverkäufe. Statt Registrierung in jedem Land → zentrale Meldung in DE.
IOSS: Für Importe von Kleinsendungen bis 150 € nach der EU. Steuer wird bereits beim Checkout berechnet.
Praxis: Pflicht für viele Online-Händler, die in mehrere EU-Länder liefern.
📖 Glossar: Die wichtigsten MwSt.-Begriffe
Brutto: Endpreis inkl. MwSt.
Netto: Preis ohne MwSt.
Vorsteuer: Vom Unternehmen gezahlte MwSt., die vom Finanzamt erstattet/abgezogen werden kann.
Reverse-Charge: Steuer wird nicht vom Leistenden, sondern vom Empfänger abgeführt.
Differenzbesteuerung: Sonderregelung, bei der nur die Marge versteuert wird.
Kleinunternehmerregelung: Befreiung von MwSt.-Pflicht bei niedrigen Umsätzen.
OSS/IOSS: EU-Verfahren zur zentralen MwSt.-Meldung bei Online-Verkäufen.
❓ XXL-FAQ zur Mehrwertsteuer
Wie berechne ich die MwSt. bei gemischten Steuersätzen?
Trenne die Positionen nach Steuersatz. Jede Position wird einzeln berechnet. Beispiel: Buch (7 %) + DVD (19 %). Gesamtrechnung = Summe Netto + Summe MwSt. + Summe Brutto.
Wann muss ich OSS nutzen?
Sobald deine EU-weiten B2C-Umsätze (Warenlieferungen oder digitale Dienstleistungen) die 10.000 €-Schwelle überschreiten, bist du verpflichtet, OSS zu nutzen.
Muss ich in Angeboten Brutto- oder Nettopreise angeben?
Als Unternehmer:in ziehst du die gezahlt MwSt. (Vorsteuer) von der vereinnahmten MwSt. ab. Nur die Differenz führst du ans Finanzamt ab.
Kann ich freiwillig zur Regelbesteuerung wechseln?
Ja. Kleinunternehmer:innen können auf die Befreiung verzichten und Regelbesteuerung wählen. Vorteil: Vorsteuerabzug, Nachteil: höhere Preise für B2C-Kunden.
Welche MwSt. gilt für digitale Leistungen (z. B. Online-Kurse)?
B2C: Leistungsort = Wohnsitz des Kunden. MwSt. muss im Empfängerland abgeführt werden (Mini-One-Stop-Shop/OSS). B2B: Reverse-Charge.
Welche MwSt. gilt für Dienstleistungen an Privatpersonen im Ausland?
Meist im Wohnsitzland der Privatperson. Du musst die dortige MwSt. berechnen und ggf. OSS nutzen.
Welche Strafen drohen bei falscher MwSt.-Berechnung?
Bußgelder, Nachzahlungen, Verzugszinsen und Verlust des Vorsteuerabzugs. Fehler können bis zu 10 Jahre rückwirkend geprüft werden.
💳 Weitere hilfreiche Steuer- & Finanz-Rechner
Mit dem Mehrwertsteuer-Rechner berechnen Sie schnell und präzise Brutto-, Netto- und Steuerbeträge.
Auf FixRechner.de finden Sie darüber hinaus viele weitere Tools,
die Sie bei Kosten-, Steuer- und Finanzanalysen unterstützen:
📊 Prozent-Rechner – für flexible Berechnungen von Gebühren, Rabatten oder Steuererhöhungen.
🏢 Branchen-Spezial: MwSt. in verschiedenen Bereichen
Die Mehrwertsteuer ist nicht in allen Branchen gleich – je nach Geschäftsmodell gibt es Sonderregeln, Risiken und Chancen. Wer diese kennt, vermeidet Fehler und optimiert seine Steuerstrategie.
🔨 Handwerk & Baugewerbe
Viele Leistungen unterliegen dem Reverse-Charge-Verfahren (Steuerschuld beim Auftraggeber).
Materialverkäufe meist 19 %, handwerkliche Arbeiten ebenfalls 19 %.
Bauleistungen an Privatkunden: Normalbesteuerung mit 19 %.
Umsatzsteuer-Option bei Vermietung von Gewerberäumen oft relevant.
🍽️ Gastronomie & Hotellerie
Speisen im Restaurant: 19 %.
Außer-Haus-Verkauf: 7 % (z. B. Pizza zum Mitnehmen).
Lösung: Keine MwSt.-Pflicht. Aber die gezahlten 950 € MwSt. sind nicht als Vorsteuer abziehbar.
🚚 Szenario 4: Import aus China
Warenwert: 10.000 € + 2.000 € Einfuhrumsatzsteuer (19 %). Weiterverkauf in DE: 15.000 € brutto.
Lösung: Die 2.000 € Einfuhrumsatzsteuer sind als Vorsteuer abziehbar. Auf den Weiterverkauf muss MwSt. berechnet werden.
🎯 Fazit: Branchenwissen bringt Steuer-Vorteile
Die Mehrwertsteuer ist kein starres System – sie unterscheidet sich je nach Branche, Land und Geschäftsmodell. Mit dem Mehrwertsteuer-Rechner von Fixrechner.de vermeiden Sie Fehler, sparen Zeit und bleiben stets compliant. Branchenwissen + digitale Tools = Ihr Wettbewerbsvorteil.
Dieser Rechner basiert auf den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen des deutschen Umsatzsteuergesetzes (UStG) und berücksichtigt internationale Steuersätze. Alle Berechnungen werden regelmäßig überprüft und an aktuelle Gesetzesänderungen angepasst.
Ergebnisse einer umfassenden Nutzerbefragung auf unserer Website im April 2025
Die Qualität der Rechner ist enorm, und das kostenlos. Besten Dank.
Daniel G.
Head of Sales & Business Development
Neben den Rechnern für den Arbeitsalltag finde ich auch die rund um die eigene Finanzplanung sehr hilfreich.
Sabine K.
Agentur Geschäftsführerin
Ich schätze die Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit dieser Rechner sehr.
Jeremiah H.
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Unser Ziel ist es, komplexe Berechnungen einfach und zugänglich zu machen – getreu unserem Motto „Alles ist berechenbar“.
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