💼 Freiberufler-Stundensatz-Rechner 2026

Mindest-Stundensatz · Tagessatz · Marktvergleich · Schritt-für-Schritt-Kalkulation

Wie viel müssen Sie als Freelancer mindestens verlangen, um wirklich profitabel zu arbeiten? Berechnen Sie Ihren individuellen Mindest-Stundensatz – inklusive Fixkosten, Steuern, Krankenversicherung, Urlaubsrücklagen und realistischer Auslastung. Plus: Marktvergleich nach Branche und Sicherheitsaufschlag-Empfehlung.

💼 Ihre persönliche Stundensatz-Kalkulation
Was soll am Ende des Jahres nach Steuern, Kosten und Abgaben bei Ihnen ankommen?
Einkommensteuer + Soli + ggf. Kirchensteuer. Faustregel: bis 40.000 € Gewinn ca. 25–30 %, bis 80.000 € ca. 30–35 %, darüber ca. 35–42 %.
Freiwillige GKV 2026: ca. 14,6 % + 2,5 % Zusatz + PV auf Einkommen, max. ca. 1.000 €/Mon. PKV: je nach Tarif 300–900 €/Mon.
Büro/Coworking, Software (Buchhaltung, Tools), Versicherungen (Berufshaftpflicht, BU), Internet, Marketing, Steuerberater etc.
Reisekosten, Materialkosten, Subunternehmer – als Monatsdurchschnitt.
Als Selbstständiger haben Sie keine automatische Rentenversicherung. Faustregel: 10–20 % des Nettoeinkommens. Bei 5.000 € Netto/Mon. = 500–1.000 €/Mon.
Gesamte Arbeitszeit inkl. nicht-abrechenbarer Tätigkeiten (Akquise, Verwaltung, Weiterbildung).
Urlaub + gesetzliche Feiertage (ca. 9–13 Tage) + Krankheitspuffer (5–10 Tage). Empfehlung: mind. 30 Tage.
Realistisch: 60–75 %. Nicht jede Stunde ist abrechenbar – Akquise, Verwaltung, Meetings, Weiterbildung zählen nicht. 100 % sind unrealistisch!
Puffer für Forderungsausfälle, unvorhergesehene Kosten, Preisverhandlungsspielraum. Empfehlung: mind. 10–20 %.

🔢 Die Stundensatz-Formel erklärt

Die Grundformel lautet: Mindest-Stundensatz = Jahresbruttobedarft ÷ abrechenbare Jahresstunden. Dabei setzt sich der Jahresbruttobedarf zusammen aus: gewünschtes Nettoeinkommen + Jahreskosten (Fix + Variabel + KK + Altersvorsorge), hochgerechnet auf den Bruttobetrag via Steuerquote.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

Ziel-Netto: 60.000 €/Jahr · Fixkosten: 500 €/Mon. = 6.000 €/Jahr · KK: 450 €/Mon. = 5.400 €/Jahr · Variabel: 150 €/Mon. = 1.800 €/Jahr · Altersvorsorge: 300 €/Mon. = 3.600 €/Jahr → Gesamtbedarf netto: 76.800 € · Bruttobedarf bei 30 % Steuer: 109.714 € · Abrechenbare Stunden (40h/Woche, 70 % Auslastung, 30 Urlaubstage): ca. 1.380 h · Mindest-Stundensatz: 79,50 € · Mit 15 % Aufschlag: 91,43 €

⚠️ Die 5 häufigsten Kalkulationsfehler

  • 100 % Auslastung angenommen: Realistisch sind 60–75 %. Verwaltung, Akquise, Weiterbildung kosten täglich Stunden.
  • Steuern vergessen: Als Selbstständiger zahlen Sie Einkommensteuer auf den Gewinn – bei 80.000 € Gewinn ca. 28.000 € Steuer.
  • Altersvorsorge nicht einkalkuliert: Kein AG zahlt für Sie ein. 10–20 % des Nettoeinkommens sollten monatlich beiseitegelegt werden.
  • Krankenversicherung unterschätzt: Freiwillige GKV kostet 2026 bis ca. 1.000 €/Mon. – das sind 12.000 €/Jahr Fixkosten.
  • Urlaub und Krankheit ignoriert: Jeder freie Tag ist verlorener Umsatz. 30 Tage = ca. 12 % Ihrer Jahreskapazität.

📊 Branchenübliche Stundensätze 2026

BrancheEinsteigerErfahrenSenior / Spezialist
IT / Softwareentwicklung60–80 €85–120 €130–180 €
DevOps / Cloud / Security80–110 €110–150 €150–220 €
UX/UI-Design55–75 €75–110 €110–160 €
Grafikdesign40–60 €60–90 €90–130 €
Texter / Copywriter35–55 €55–85 €85–120 €
Marketing / SEO45–65 €65–100 €100–150 €
Unternehmensberatung90–130 €130–180 €180–300 €
Coaching / Training70–100 €100–150 €150–250 €

🧾 Stundensatz und Umsatzsteuer

Wichtig: Der berechnete Stundensatz ist Ihr Netto-Honorar (ohne MwSt.). Gegenüber Ihren Kunden rechnen Sie als Regelbesteuerte zusätzlich 19 % Umsatzsteuer aus – diese führen Sie ans Finanzamt ab und behalten sie nicht selbst.

Ihr Netto-Stundensatz+ 19 % MwSt.Kundenseitig (Brutto)
80 €15,20 €95,20 €
100 €19,00 €119,00 €
120 €22,80 €142,80 €
150 €28,50 €178,50 €

Kleinunternehmerregelung: Wer im Vorjahr unter 22.000 € Umsatz hatte, kann auf MwSt. verzichten (§ 19 UStG) – dann aber auch kein Vorsteuerabzug auf Ihre Ausgaben.

❓ Häufige Fragen

Wie oft sollte ich meinen Stundensatz erhöhen?

Mindestens einmal jährlich – orientieren Sie sich an der Inflationsrate (aktuell ca. 2–3 % p.a.) und Ihrer wachsenden Expertise. Konkret: Bestandskunden bei Vertragsverlängerung, Neukunden sofort zum neuen Satz.

Tagessatz oder Stundensatz – was ist besser?

Tagessätze wirken professioneller und schützen vor Stundenklauerei. Faustregel: Tagessatz = Stundensatz × 8, aber mit 10–15 % Aufschlag da Tage oft länger werden. Bei 100 €/h → 880–920 €/Tag.

Darf ich weniger verlangen als meinen Mindest-Stundensatz?

Kurzfristig kann das strategisch sinnvoll sein (Referenzprojekt, Einstieg bei Neukunden). Dauerhaft unterschreitet man damit die Rentabilitätsschwelle – man arbeitet dann de facto defizitär.

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Daniel Niedermayer

Daniel Niedermayer

Geschäftsführer

Zuletzt geprüft am: 1. April 2026

Methodik

Vollkostenrechnung: Bruttobedarf = (Nettoeinkommen + Jahreskosten) ÷ (1 − Steuerquote). Abrechenbare Stunden = (52 Wochen × Wochenstunden − Urlaubstage × Tagstunden) × Auslastung %. Sicherheitsaufschlag auf den Mindest-Stundensatz. Branchenvergleich basiert auf GULP, Upwork und DIHK-Daten 2025/2026.

Mehr zur Methodik

4,9 von 5 Sternen

Basierend auf über 1.893 echten Nutzerbewertungen

Nutzerbefragung auf fixrechner.de – April 2025

Daniel G.

Die Qualität der Rechner ist enorm, und das kostenlos. Besten Dank.

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Head of Sales & Business Development

Sabine K.

Neben den Rechnern für den Arbeitsalltag finde ich auch die rund um die eigene Finanzplanung sehr hilfreich.

Sabine K.

Agentur Geschäftsführerin

Jeremiah H.

Ich schätze die Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit dieser Rechner sehr.

Jeremiah H.

 

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Branchenvergleich

Markteinordnung nach GULP/DIHK-Daten 2025/2026.

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Datenschutz

Alle Berechnungen lokal – keine Datenweitergabe.

⚠️ Modellrechnung ohne Gewähr. Keine Steuer- oder Rechtsberatung. Individuelle Werte können abweichen. Stand: 1. April 2026.