Mehrwertsteuer-Rechner 2026

Netto, Brutto oder Steuerbetrag eingeben, die anderen Werte erscheinen sofort. Mit 19 %, 7 %, früheren Sätzen, allen EU-Sätzen und einem Modus für Rechnungen mit gemischten Steuersätzen.

Geprüft von der Redaktion fixrechner.de, Stand 21. Oktober 2026. Quellen am Seitenende.

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So rechnen Sie die Mehrwertsteuer selbst

Sie habenSie suchen19 %7 %
NettoBruttoNetto × 1,19Netto × 1,07
NettoSteuerNetto × 0,19Netto × 0,07
BruttoNettoBrutto ÷ 1,19Brutto ÷ 1,07
BruttoSteuerBrutto × 19/119
(= 15,97 % vom Brutto)
Brutto × 7/107
(= 6,54 % vom Brutto)
Der häufigste Fehler: 19 % vom Bruttobetrag zu nehmen. Bei 119 € ergibt das 22,61 €, die enthaltene Steuer beträgt aber nur 19,00 €. Die 19 % beziehen sich immer auf den Nettobetrag. Im Bruttobetrag stecken deshalb 15,97 % Steuer, bei 7 % sind es 6,54 %.

Schnelltabelle für typische Beträge

Netto+ 19 %Brutto 19 %+ 7 %Brutto 7 %
1,00 €0,19 €1,19 €0,07 €1,07 €
5,00 €0,95 €5,95 €0,35 €5,35 €
10,00 €1,90 €11,90 €0,70 €10,70 €
20,00 €3,80 €23,80 €1,40 €21,40 €
50,00 €9,50 €59,50 €3,50 €53,50 €
100,00 €19,00 €119,00 €7,00 €107,00 €
250,00 €47,50 €297,50 €17,50 €267,50 €
500,00 €95,00 €595,00 €35,00 €535,00 €
1.000,00 €190,00 €1.190,00 €70,00 €1.070,00 €
2.500,00 €475,00 €2.975,00 €175,00 €2.675,00 €
5.000,00 €950,00 €5.950,00 €350,00 €5.350,00 €
10.000,00 €1.900,00 €11.900,00 €700,00 €10.700,00 €

19 % oder 7 %? Welcher Steuersatz gilt

In Deutschland gilt der Regelsatz von 19 % (§ 12 Abs. 1 UStG). Der ermäßigte Satz von 7 % gilt nur für Waren und Leistungen, die das Gesetz ausdrücklich nennt (§ 12 Abs. 2 UStG und Anlage 2). Die wichtigsten Fälle:

LeistungSatzHinweis
Lebensmittel im Handel7 %Ausnahmen mit 19 %: u. a. Hummer, Langusten, Kaviar
Getränke im Handel19 %7 % für Milch, Milchmischgetränke mit mind. 75 % Milch und Leitungswasser
Speisen im Restaurant, Café, beim Catering7 %seit 1.1.2026 dauerhaft, vorher 19 % (außer 2020–2023)
Getränke im Restaurant19 %auch nach der Reform 2026
Bücher, Zeitungen, Zeitschriften7 %auch als E-Book und E-Paper
Bus, Bahn im Inland7 %Nahverkehr und Bahn-Fernverkehr
Hotelübernachtung7 %nur die Übernachtung; für Frühstück und Zusatzleistungen gelten eigene Regeln
Theater, Konzerte, Museen, Kino7 %
Schnittblumen, viele Pflanzen7 %
Menstruationsprodukte7 %seit 2020
Photovoltaikanlagen bis 30 kWp0 %Lieferung und Installation für Wohngebäude, seit 2023 (§ 12 Abs. 3 UStG)
Elektronik, Kleidung, Möbel, Handwerk, Dienstleistungen19 %Regelsatz

Steuerfrei ist nicht dasselbe wie 0 %. Arztleistungen, Wohnungsmieten, Versicherungen und Bankgeschäfte sind von der Umsatzsteuer befreit (§ 4 UStG). Wer steuerfreie Umsätze erzielt, darf die Vorsteuer aus seinen Einkäufen in der Regel nicht abziehen. Beim Nullsteuersatz für Photovoltaik dagegen schon.

Gastronomie seit 2026: Speisen 7 %, Getränke 19 %

Seit dem 1. Januar 2026 gilt für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen dauerhaft der ermäßigte Satz von 7 %. Getränke sind ausgenommen und bleiben bei 19 % (Steueränderungsgesetz 2025, § 12 Abs. 2 Nr. 15 UStG). Das gilt auch für Bäckereien, Metzgereien und Eisdielen mit Sitzplätzen sowie für Catering.

Beispiel: Zwei Hauptgerichte für zusammen 39,00 € und Getränke für 16,20 € (jeweils brutto).

PositionBruttoNettoSteuer
Speisen (7 %)39,00 €36,45 €2,55 €
Getränke (19 %)16,20 €13,61 €2,59 €
Summe55,20 €50,06 €5,14 €

Bei Pauschalangeboten mit Speisen und Getränken, etwa einem Buffet inklusive Getränken, beanstandet die Finanzverwaltung nicht, wenn 30 % des Preises den Getränken zugeordnet werden (BMF-Schreiben vom 22.12.2025). Alternativ ist eine Aufteilung nach dem Wareneinsatz möglich.

Für Selbstständige und Unternehmen

Vorsteuer und Zahllast

Unternehmen stellen ihren Kunden Umsatzsteuer in Rechnung und zahlen selbst Umsatzsteuer auf Einkäufe. Die gezahlte Steuer (Vorsteuer) ziehen sie ab, an das Finanzamt geht nur die Differenz.

Drei Ausgangsrechnungen: 2.000 €, 3.500 € und 1.000 € nettoUmsatzsteuer 1.235,00 €
Eingangsrechnungen: Software 119 € und Büromöbel 595 € bruttoVorsteuer − 114,00 €
Zahllast an das Finanzamt1.121,00 €

Die Umsatzsteuer-Voranmeldung ist bis zum 10. des Folgemonats über ELSTER fällig, mit Dauerfristverlängerung einen Monat später.

Kleinunternehmer (§ 19 UStG)

Seit 2025 gilt: Wer im Vorjahr höchstens 25.000 € Umsatz hatte und im laufenden Jahr nicht mehr als 100.000 € erzielt, kann Kleinunternehmer sein. Er weist keine Umsatzsteuer aus und darf keine Vorsteuer abziehen. Überschreitet der Umsatz im laufenden Jahr 100.000 €, gilt die Regelbesteuerung sofort ab dem Umsatz, mit dem die Grenze überschritten wird. Auf der Rechnung steht ein Hinweis auf die Steuerbefreiung, etwa „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet“.

E-Rechnung: was wann gilt

AbPflicht (Rechnungen zwischen Unternehmen im Inland)
1.1.2025Alle Unternehmen müssen E-Rechnungen empfangen können, auch Kleinunternehmer.
2025 und 2026Papier oder PDF beim Versand weiter erlaubt (PDF mit Zustimmung des Empfängers).
1.1.2027E-Rechnung beim Versand Pflicht für Unternehmen mit mehr als 800.000 € Vorjahresumsatz.
1.1.2028E-Rechnung beim Versand Pflicht für alle übrigen Unternehmen.

Ausgenommen vom Versand sind Kleinunternehmer (§ 34a UStDV), Kleinbetragsrechnungen bis 250 € sowie Rechnungen an Privatkunden. Eine E-Rechnung ist ein strukturiertes Format wie XRechnung oder ZUGFeRD, ein normales PDF zählt nicht dazu.

Rechnungen ins Ausland

  • Unternehmen in der EU: In der Regel Reverse-Charge, also keine deutsche Umsatzsteuer, dafür der Hinweis „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ und die USt-IdNr. des Kunden.
  • Privatkunden in der EU: Ab 10.000 € Jahresumsatz mit EU-Privatkunden gilt der Steuersatz des Ziellandes, gemeldet über den One-Stop-Shop (OSS) beim Bundeszentralamt für Steuern.
  • Länder außerhalb der EU: Ausfuhrlieferungen sind steuerfrei, wenn der Export nachgewiesen wird.

Mehrwertsteuersätze in Europa 2026

Den Steuersatz eines Landes können Sie oben im Rechner unter „Anderes Land“ direkt übernehmen.

LandRegelsatzErmäßigte Sätze
Belgien21 %6 %, 12 %
Bulgarien20 %9 %
Dänemark25 %–
Deutschland19 %7 %
Estland24 %9 %, 13 %
Finnland25,5 %10 %, 13,5 %
Frankreich20 %2,1 %, 5,5 %, 10 %
Griechenland24 %6 %, 13 %
Irland23 %4,8 %, 9 %, 13,5 %
Italien22 %4 %, 5 %, 10 %
Kroatien25 %5 %, 13 %
Lettland21 %5 %, 12 %
Litauen21 %5 %, 12 %
Luxemburg17 %3 %, 8 %, 14 %
Malta18 %5 %, 7 %
Niederlande21 %9 %
Österreich20 %4,9 %, 10 %, 13 %
Polen23 %5 %, 8 %
Portugal23 %6 %, 13 %
Rumänien21 %11 %
Schweden25 %6 %, 12 %
Slowakei23 %5 %, 19 %
Slowenien22 %5 %, 9,5 %
Spanien21 %4 %, 10 %
Tschechien21 %12 %
Ungarn27 %5 %, 18 %
Zypern19 %5 %, 9 %
Schweiz (kein EU-Mitglied)8,1 %2,6 %, 3,8 % (Beherbergung)
Vereinigtes Königreich20 %5 %

Stand: Oktober 2026. Änderungen 2026 u. a.: Finnland ermäßigt 13,5 % (statt 14 %), Litauen ohne 9-%-Satz, Schweden 6 % auf Lebensmittel bis Ende 2027, Österreich 4,9 % auf bestimmte Grundnahrungsmittel seit 1.7.2026, Irland 9 % für Restaurants seit 1.7.2026. Für Rechnungen und Meldungen bitte den Satz im Einzelfall bei der zuständigen Steuerbehörde prüfen.

Mehrwertsteuer in Deutschland seit 1968

Gültig abRegelsatzErmäßigt
1.1.196810 %5 %
1.7.196811 %5,5 %
1.1.197812 %6 %
1.7.197913 %6,5 %
1.7.198314 %7 %
1.1.199315 %7 %
1.4.199816 %7 %
1.1.200719 %7 %
1.7.2020 bis 31.12.202016 %5 %
seit 1.1.202119 %7 %

Häufige Fragen

Wie rechne ich die Mehrwertsteuer aus einem Bruttobetrag heraus?

Teilen Sie den Bruttobetrag durch 1,19 (bei 19 %) oder 1,07 (bei 7 %). Das Ergebnis ist der Nettobetrag, die Differenz zum Brutto ist die Mehrwertsteuer. Beispiel: 119 € ÷ 1,19 = 100 € netto, also 19 € MwSt. Schneller geht es mit dem Faktor 19/119: Die MwSt. macht 15,97 % des Bruttobetrags aus.

Gilt im Restaurant 2026 der Steuersatz 7 % oder 19 %?

Seit dem 1. Januar 2026 gilt für Speisen in Restaurants, Cafés und beim Catering dauerhaft 7 % (§ 12 Abs. 2 Nr. 15 UStG). Getränke bleiben bei 19 %. Bei Pauschalangeboten wie Buffets mit Getränken beanstandet die Finanzverwaltung nicht, wenn 30 % des Preises auf die Getränke entfallen.

Was ist der Unterschied zwischen Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer?

Es ist dieselbe Steuer. Umsatzsteuer ist der Begriff im Gesetz (Umsatzsteuergesetz), Mehrwertsteuer der Alltagsbegriff. Auf Rechnungen spricht man korrekt von Umsatzsteuer.

Wie hoch ist die Kleinunternehmergrenze 2026?

Kleinunternehmer ist, wessen Umsatz im Vorjahr 25.000 € nicht überschritten hat und im laufenden Jahr 100.000 € nicht überschreitet (§ 19 UStG, seit 2025). Wird die 100.000-€-Grenze im laufenden Jahr überschritten, gilt ab diesem Umsatz die Regelbesteuerung.

Warum ist 19 % vom Bruttobetrag nicht die Mehrwertsteuer?

Die 19 % beziehen sich auf den Nettobetrag. Im Bruttobetrag steckt die Steuer schon drin. 119 € × 19 % = 22,61 € ist deshalb falsch, richtig sind 119 € × 19/119 = 19 €.

Welche Mehrwertsteuer galt im zweiten Halbjahr 2020?

Vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 galten in Deutschland befristet 16 % und 5 % statt 19 % und 7 %. Für Rechnungen aus diesem Zeitraum wählen Sie im Rechner 16 % bzw. 5 %.

Passende Rechner

Quellen: § 12 UStG (Steuersätze), § 19 UStG (Kleinunternehmer), ZDH: Gastronomie ab 1.1.2026, IHK Stuttgart: E-Rechnungen, EU-Kommission: Mehrwertsteuer.

Erstellt und geprüft von Daniel Niedermayer. Zuletzt aktualisiert am 21. Oktober 2026. Die Berechnung erfolgt ausschließlich in Ihrem Browser, Eingaben werden nicht gespeichert. Keine Steuerberatung.